Juryentscheidung Gera wird nicht "Kulturhauptstadt Europas 2025"

Gera ist nicht mehr im Rennen um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2025". Das verkündete die internationale Jury am Nachmittag in Berlin. Damit sind die Ostthüringer Träume geplatzt.

Eine Folie an der Bürotür des Kulturhauptstadtmanagers mit dem Aufdruck «Gera 2025». Gera bewirbt sich als Kulturhauptstadt Europas 2025.
Gera hatte sich als Kulturhauptstadt Europas 2025 beworben. Bildrechte: dpa

Thüringens Kulturminister Benjamin Hoff (Linke) äußerte sich enttäuscht. Er stellte allerdings in Aussicht, einen Teil der Gelder, die für die Kulturhauptstadtbewerbung 2020 vorgesehen waren, für Kulturprojekte in Gera zu bewilligen.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sagte, Gera müsse nun "nicht in Sack und Asche gehen", denn selbst Dresden sei ausgeschieden. Man dürfe sich nicht entmutigen lassen und weiter daran arbeiten, die Stadt national und international bekannter zu machen. Die Bewerbung habe gezeigt, wieviel Potential die Stadt besitzt und eine wahre Aufbruchsstimmung entfacht.

Die Stadt Gera zeigte sich als fairer Verlierer. Das Aus sei keine Niederlage, vielmehr habe die Stadt in den vergangenen Monaten viele Projekte angestoßen, die es nun weiterzuentwickeln gelte. Oberbürgermeister Julian Vonarb sagte, er sei zwar ein wenig enttäuscht, dennoch sei es wunderbar zu sehen, wie diese Bewerbung die Menschen in der Stadt und in der Region zusammengebracht habe. Vonarb dankte allen Beteiligten für deren "großartiges Engagement" und gratulierte den Städten, die noch im Rennen sind.

Eine Runde weiter sind die Städte Chemnitz, Magdeburg, Hannover, Nürnberg und Hildesheim. Nicht mehr dabei sind neben Gera Dresden und Zittau.

Deutschland stellt im Jahr 2025 neben Slowenien eine der beiden Kulturhauptstädte Europas. Insgesamt hatten sich acht deutsche Städte beworben. Damit bleibt Weimar vorerst die einzige Thüringer Stadt, die bislang Kulturhauptstadt war.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. Dezember 2019 | 15:00 Uhr

3 Kommentare

Andre Sachs vor 25 Wochen

Komme selbst aus der Region und kann den Hype um Gera nicht verstehen. Das im Küchengarten immer für Ordnung gesorgt ist, ist ja schön und gut wird aber die Mittel die Gera zur verfügung stehen fast schon aufbrauchen. Gera hat viel zuviel Ansehen durch idiotische Politik verloren, kein Geld keine Kultur!!!
Spenden bringen das auch nicht im Ordnung. Helfen kann da nur ein coup mit einer Großindustriellen Investition der Rest ist einfach nur Träumerei!!! Sollte jedem auffallen der durch Geras Einkaufsmeile schlendert.Spiegelt dieser Spaziergang doch eindeutig das übrig gebliebene Käufer und Kaufkraft Klientel wieder.. Schade um eine einstmals eine Spitzenposition innehabende wunderbare Stadt.

Mfg Andre Sachs

megaboss vor 25 Wochen

Das Gera bei der Auswahl zur Kultur Hauptstadt wenig Chancen hatte war mir von vornherein klar.
Aber das Dresden aus dem Rennen ist , Ist unbegreiflich.
Auch die Bewerber aus den alten Bundesländern sind noch im Rennen -- war mir klar....

S.u J. vor 25 Wochen

Schade das Gera raus ist, die Stadt hat doch in den letzten Jahren sehr zum positiven verändert. Gera ist ne tolle Stadt.

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