Corona Gera weitet Maskenpflicht auf städtische Parks aus

Wer ab Freitag im Hofwiesenpark Gera spazieren gehen möchte, muss eine Maske bzw. einen Mund-Nase-Schutz tragen. Das hat Oberbürgermeister Vornab am Donnerstag angekündigt. Geras Corona-Infektionen steigen sprunghaft.

2 Rollergirls auf Moped mit Maske
Nur mit Maske in den Hofwiesenpark so will es OB Vornab. Bildrechte: dpa

Oberbürgermeister Julian Vornab (parteilos) hat das verbindliche Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auch für die städtischen Parks angekündigt. Es sei nicht gewährleistet, dass dort der 1,50 Meter Mindestabstand eingehalten werden könne, sagte Vonarb am Donnerstag in einer Videobotschaft. Eine entsprechende Allgemeinverfügung tritt am Freitag in Kraft.

Mit der Maskenpflicht will die Stadt einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus präventiv vorbeugen. Jena hätte mit der Maskenpflicht, die dort seit dem 6. April gilt, sehr gute Erfahrungen gemacht. Nach 14 Tagen gab es am 23. April wieder eine bestätigte Corona-Infektion in Jena. In Gera sollen ab Montag unter anderem der Hofwiesenpark, der Küchengarten sowie Tierpark und Botanischer Garten wieder öffnen.

In der ostthüringenischen Stadt hat sich die Zahl der Corona-Infizierten in den vergangenen elf Tagen verdoppelt. 115 Infektionen sind nachgewiesen. Nirgends sonst in Thüringen steigen die Fallzahlen stärker als in Gera. Etwa die Hälfte der Geraer ist über 50 und zählt damit zur Risikogruppe. In Thüringen gilt seit dem 20. April eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen.

Diese Stoffe eignen sich für DIY-Masken – und diese nicht

Diese Stoffe eignen sich als Schutzmaske und diese nicht.  Näherinnen stellen Atemmasken her.
Mit "Do It Yourself" gegen Corona: Schutzmasken sollen die Verbreitung des neuen Coronavirus eindämmen. Deshalb gilt in Sachsen und in Teilen von Thüringen eine Maskenpflicht. Bildrechte: Anna Rezulak\MDR
Diese Stoffe eignen sich als Schutzmaske und diese nicht.  Näherinnen stellen Atemmasken her.
Mit "Do It Yourself" gegen Corona: Schutzmasken sollen die Verbreitung des neuen Coronavirus eindämmen. Deshalb gilt in Sachsen und in Teilen von Thüringen eine Maskenpflicht. Bildrechte: Anna Rezulak\MDR
T-Shirt (100 Prozent Baumwolle) filtert 51 Prozent der Viren
Die Viren verbreiten sich vor allem durch kleine Speicheltropfen in der Luft. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Seide filtert 54 Prozent der Viren Leinen filtert 62 Prozent der Viren
Masken können dafür sorgen, dass möglichst wenige dieser Tropfen in die Luft geschleudert werden. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Kissenbezug filtert 57 Prozent der Viren Antimikrobieller Kissenbezug filtet 69 Prozent der Viren
Weil die Versorgung mit industriell gefertigten Masken aber nicht einfach ist, setzen viele auf selbstgenähte Masken. Getreu dem Motto: "Besser als nichts." Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Geschirrtuch filtert 72 Prozent der Viren
Doch nicht alle Stoffe eignen sich gleich gut.
Die Universität in Cambridge hat getestet, wie viel Prozent der Viren durch Baumwolle, Leinen und Co. abgehalten werden.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Staubsaugerbeutel filtern 86 Prozent der Viren
Fazit: Selbst der geringste Schutz ist besser als keine Maske. Am besten haben Staubsaugerbeutel abgeschnitten. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Achtung: Staubsorgerbeutel können Stoffe enthalten, die beim einatmen für den Menschen gesundheitsschädlich sind.
Doch Vorsicht: Experten warnen, dass das Material einiger dieser Beutel mit Stoffen behandelt wurden, die gesundheitsschädlich sein können. Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 31. März 2020 | 14:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
Bildrechte: MDR/Max Schörm
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Quelle: MDR THÜRINGEN/dvs

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 23. April 2020 | 13:00 Uhr

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