Menschenraub-Vorwurf bei Heiltherapie Verfahren gegen Ärztin ausgesetzt

Das Landgericht Gera hat am Montag das Verfahren wegen Menschenraubs und Erpressung gegen eine Ärztin vorläufig ausgesetzt. Die Staatsanwaltschaft hatte der 59-Jährigen vorgeworfen, Menschen auf ihrem Grundstück eingesperrt, misshandelt und beraubt zu haben. Die Ärztin hatte diese Vorwürfe immer bestritten. Im Verfahren stellte sich heraus, dass die Hauptzeugen psychische Probleme haben.

Ottermühle
Hier soll sich der Fall abgespielt haben Bildrechte: MDR/Stefanie Magiera

Für sie sollen nun Gutachten erstellt werden. Laut der Vorsitzenden Richterin ist es darum nicht möglich, das Verfahren zeitnah fortzusetzen. Ein Termin für ein neues Verfahren steht noch nicht fest. Verteidiger Karsten Beckmann sagte MDR THÜRINGEN, er gehe verhalten optimistisch in das kommende Verfahren. Den Haftbefehl gegen die Ärztin hob das Gericht auf, da er nicht verhältnismäßig sei.

Für den Prozess waren 19 Verhandlungstage angesetzt, zehn davon haben bereits stattgefunden. Die angeklagte Ärztin soll auf ihrem Hof zwei Männer eingesperrt haben. Angeblich hatten diese vor Jahren Angehörige sexuell missbraucht.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. November 2017 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. November 2017, 15:23 Uhr

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