Gera Teilgeständnis im Prozess um Missbrauch der eigenen Tochter

In einem Missbrauchsprozess am Landgericht Gera hat der 62-jährige Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt. Sein Anwalt verlas zum Prozessauftakt eine entsprechende Erklärung. Demnach hat sich der heute 62-Jährige in mindestens 70 Fällen an seiner damals 13-jährigen Tochter vergangen.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Dann will der Angeklagte zu den Tatvorwürfen konkret aussagen. Die Anklage listet insgesamt mehr als 360 Fälle schweren sexuellen Missbrauchs innerhalb eines Jahres auf. Die Taten liegen rund 21 Jahre zurück. Bisher ist der Angeklagte nicht vorbestraft. Im Fall einer Verurteilung drohen dem Mann aus Hermsdorf bis zu sieben Jahre Haft. Staatsanwaltschaft und Verteidigung einigten sich in einem Rechtsgespräch auf ein Strafmaß zwischen vier und sieben Jahren Haft im Fall eines Geständnisses. Dadurch wird in der Regel eine belastende Vernehmung des Opfers überflüssig, während dem Angeklagten eine niedrigere Strafe als ohne Geständnis zugesichert wird.

Das Gebäude des Justizzentrums in Gera.
Das Justizzentrum mit Landgericht in Gera (Archivbild). Bildrechte: dpa

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel wurde um den Fakt einer Absprache zwischen den Beteiligten ergänzt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN Nachrichten | 18. Juni 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2019, 12:11 Uhr

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