Angeklagte und Verteidiger im Gerichtssaal
Angeklagte und Verteidiger im Gerichtssaal Bildrechte: MDR/Cornelia Hartmann

Plantage mit Tausenden Pflanzen Prozess gegen mutmaßliche Cannabis-Züchter in Gera

Vor dem Landgericht Gera müssen sich vier mutmaßliche Drogendealer verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, im großen Stil Cannabis angebaut und Geldwäsche betrieben zu haben.

Angeklagte und Verteidiger im Gerichtssaal
Angeklagte und Verteidiger im Gerichtssaal Bildrechte: MDR/Cornelia Hartmann

Nach dem Fund von Tausenden Cannabis-Pflanzen müssen sich seit Freitag vier Männer vor dem Landgericht Gera verantworten. Neben dem 43-jährigen mutmaßlichen Betreiber der Plantage sind drei weitere Männer im Alter von 31 bis 60 Jahren angeklagt. Sie sollen in Harth-Pöllnitz im Landkreis Greiz von Ende Februar 2017 bis Anfang Mai 2018 rund 6.500 Cannabispflanzen angebaut haben. Für die Aufzucht soll der Hauptangeklagte die drei Männer nach Ostthüringen geholt und ihnen eine Beteiligung am Gewinn versprochen haben.

Plantagenräume und eine Wohnung mit Sauna

Die Staatsanwaltschaft wirft allen vier Angeklagten gemeinschaftlichen und unerlaubten Drogenhandel und Anbau von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie Geldwäsche vor. Der 43-jährige Kroate und seine Helfer aus Südosteuropa sollen neun Plantagenräume betrieben haben, dazu eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern, Küche, Bad und Sauna. Laut Staatsanwaltschaft sind die Räume professionell mit Bewässerung und Beleuchtung ausgestattet gewesen.

Verteidigung will Verhandlung mitschneiden lassen

Auf Antrag der Verteidigung wurde die Verhandlung am Freitag zunächst vertagt. Sie forderte, den Prozessverlauf akustisch mitzuschneiden. Bei einem solch umfangreichen Verfahren könnten Unklarheiten darüber auftreten, was zum Beispiel Zeugen im Detail gesagt hätten, begründete sie den Antrag. Keinem der Prozessbeteiligten sei zuzumuten, sich einerseits auf die Verhandlung zu konzentrieren und gleichzeitig Aussagen möglichst wortgetreu zu notieren. Eine Entscheidung des Gerichts wird für den nächsten Verhandlungstag erwartet. Für den Prozess sind 15 weitere Termine bis in den März anberaumt.

Quelle: MDR THÜRINGEN / dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 11. Januar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2019, 21:08 Uhr

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6 Kommentare

12.01.2019 16:34 Fußballer 6

So sieht also die Arbeit der Ausländer aus. Hätten sie mal lieber Steuern abgeführt...

12.01.2019 13:27 Frank 5

#1 Damit ist alles gesagt, alles andere fällt unter Dummheit.

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