Landgericht Gera 19-Jähriger nach Macheten-Überfall verurteilt

Die Täter drangen in die Wohnung ein und erbeuteten Bargeld und Drogen. Ihr Opfer griffen sie mit einer Machete an. Das Gericht in Gera verurteilte nun einen der Räuber.

Ein Holzhammer auf Paragrafenzeichen.
Das Landgericht Gera verurteilte einen 19-Jährigen zu dreieinhalb Jahren Haft. Bildrechte: imago images / Steinach

Das Landgericht Gera hat am Montag einen jungen Mann wegen schweren Raubes zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 19-Jährige vor zwei Jahren an einem Überfall im Geraer Drogenmilieu beteiligt war. Dabei wurde das Opfer mit einer Machete schwer verletzt.

Geld und Drogen erbeutet

Die insgesamt drei Täter erbeuteten 6.000 Euro Bargeld und 150 Gramm Marihuana. Nach Angaben des Richters war der Angeklagte zwar nicht direkt an dem Überfall in der Wohnung des Opfers beteiligt. Allerdings habe er die zwei Komplizen zu der Tat angestiftet, die Machete mitgebracht und von dem Raub gewusst.

Seit einem Jahr in U-Haft

Der junge Mann sitzt seit über einem Jahr in Untersuchungshaft. Nach Angaben des Richters kann er einen Antrag stellen, seine Strafe nicht im Jugendgefängnis Arnstadt abzusitzen, sondern für die Dauer der Strafe in eine Drogentherapie-Einrichtung zu gehen. Die beiden anderen Täter wurden bereits in abgetrennten Verfahren zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 20. Juli 2020 | 15:00 Uhr

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