Landgericht Gera Prozess gegen Rechtsextremist Köckert gestartet

Am Landgericht Gera muss sich seit Donnerstag der Greizer Rechtsextremist David Köckert wegen schwerer räuberischer Erpressung verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren NPD-Mitglied und Mitbegründer der Thügida-Bewegung vor, einen Angestellten erpresst, geschlagen und verletzt zu haben. Mitangeklagt ist auch ein 26-jähriger Mann aus Gera.

Köckert habe das Mobiltelefon des Mitarbeiters seines Tätowierstudios in seinen Besitz bringen wollen, da er darauf Daten vermutete, die ihn belasten könnten. Nachdem er die Daten gelöscht habe, gab Köckert das Telefon zurück. In einem weiteren Anklagepunkt wird Köckert Beleidigung von Polizisten vorgeworfen. Bei einer Demonstration in Köthen in Sachsen-Anhalt habe er sie als "charakterlose Söldner" bezeichnet. Der Prozessauftakt fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt und war bereits nach einer Stunde vorbei. Die Staatsanwaltschaft hatte lediglich die Anklage verlesen. Köckerts Anwalt kündigte für den nächsten Verhandlungstermin am 8. Mai eine Aussage seines Mandanten an.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 02. Mai 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Mai 2019, 20:01 Uhr

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