Kran hebt Richtkrone auf neue Reithalle, im Vordergrund steht ein Pferd
Bildrechte: MDR/Marian Riedel

Gera-Milbitz Fünf Jahre nach der Flut - Richtfest für die neue Reithalle

Endlich hat die Nachwuchsarbeit des Geraer Reitsports wieder festen Boden unter den Füßen: Vor fünf Jahren haben Überschwemmungen die Anlagen des Reitstadions Gera-Milbitz schwer beschädigt. Nun wurde der Rohbau für die neue Reithalle fertiggestellt.

von Katja Beck

Kran hebt Richtkrone auf neue Reithalle, im Vordergrund steht ein Pferd
Bildrechte: MDR/Marian Riedel

Noch wirkt das Betongebäude etwas fehl am Platz inmitten der Trainings- und Weideflächen. Dort, wo bald Fenster eingesetzt werden sollen, reihen sich leere Rechtecke aneinander. Stahlbalken und Netze bilden ein vorläufiges Dach. Und doch ist schon der Rohbau der neuen Reithalle in Gera-Milbitz ein Grund zum Feiern. Denn, die alte, hölzerne Reithalle wurde von Überschwemmungen zerstört. Mit einem Richtfest begeht der Reitverein nun den Neuanfang.

Hohe Schäden durch Hochwasser

Nicht immer war klar, ob das Reitstadion diesen Schicksalsschlag überleben würde. 2013 hatten sintflutartige Regenfälle die Weiße Elster über die Ufer treten lassen. Die ufernahen Anlagen des Reitstadions wurden dabei vollständig überflutet. Nachdem das Wasser abgeflossen war, blieb eine Spur der Verwüstung. Das Vereinshaus, die Reithalle, die Tribünen - kaum etwas wurde nicht beschädigt. Für die Vorsitzende des Reitvereins Sabine Beikirch damals ein Schock: „So ein Hochwasser bedroht einfach von jetzt auf gleich die Existenz des Vereins."

Dauerhafter Hochwasserschutz

Doch sie haben es geschafft. In Zusammenarbeit mit dem Land Thüringen, der Stadt Gera und der Thüringer Landgesellschaft wurde eine neue Reithalle errichtet und zwar an einem anderen Platz. Dort, wo jetzt noch die alte Reithalle steht, soll bald Weidefläche entstehen, so Frank Schirmer von der Thüringer Landgesellschaft. Damit soll übertretendem Wasser Raum geschaffen und ein neues Unglück verhindert werden. Ein Deich hinter den Grünflächen ist in Planung - nur eines der Projekte der Thüringer Landesgesellschaft, um den Hochwasserschutz entlang der Elster sicherzustellen. Die Gesellschaft möchte Schutzanlagen bauen und sanieren sowie Überschwemmungsflächen zurückgewinnen.

Das wird sich aber noch einige Jahre hinziehen.

Frank Schirmer Thüringer Landgesellschaft

Die Besitzer der ufernahen Flächen müssten überzeugt werden, die Genehmigungsverfahren seien langwierig und umfangreiche Voruntersuchungen nötig. Der Bau der Reithalle ist also nur ein kleiner Schritt, um dem Hochwasser zu trotzen. Den Mitgliedern des Reitvereins und Liebhabern des Pferdesports dürfte das aber egal sein. Schließlich können sie nun all ihre Schäfchen, oder besser gesagt Pferdchen, dauerhaft ins Trockene bringen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGEN JOURNAL | 31. Mai 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2018, 19:50 Uhr

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