Landgericht Gera: Urteil gegen Saalfelder Neonazi - Versammlung vor Justizzentrum

Das Landgericht Gera hat in einem Berufungsverfahren die Haftstrafe für ein Mitglied der Saalfelder Neonazi-Szene um sechs Monate verringert. Der 23-Jährige muss nur noch zwei Jahre und zehn Monate in Haft. Ursprünglich hatte ihn das Amtsgericht wegen gefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung zu einer höheren Strafe verurteilt.

Dagegen waren sowohl seine Verteidigung als auch die Staatsanwaltschaft in Berufung gegangen. Auf das neue Strafmaß einigten sich die Parteien in einem Rechtsgespräch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

An einer gelb gestrichenen Hausfassade ist ein Schild angebracht mit der Aufschrift: Justizzentrum Gera, Amtsgericht, Landgericht. Außerdem ist das Thüringer Landeswappen auf dem Schild
Vor dem Justizzentrum in Gera haben sich am Mittwoch linke Gruppen versammelt. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

"Jungsturm"-Prozess: Linke versammeln sich vor Justizzentrum

Vor dem Geraer Justizzentrum hatten sich am Mittwochmorgen linke Gruppen versammelt. Sie bekundeten ihre Solidarität mit Opfern rechtsextremer Gewalttaten. Zeitgleich fand am Landgericht Gera ein anderer Prozess gegen vier mutmaßliche Hooligans statt, die zum sogenannten "Jungsturm" gehören. Ihnen wird unter anderem ein Überfall auf linke Jugendliche und Fußballfans in Saalfeld zur Last gelegt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 18. November 2020 | 14:30 Uhr

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