Freiwillige gesucht Schwammspinner: Gera will Raupen-Plage verhindern

Der Geraer Ortsteil Liebschwitz ist im vergangenen Jahr von einer Schwammspinner-Plage heimgesucht worden. Die Gefahr, dass die schwarzbraunen Raupen wiederkehren, ist nicht gebannt: Viele Tausend Eier liegen auf Bäumen der Umgebung. Mit einer Großaktion soll die Zahl verringert werden. Dabei ist Handarbeit gefragt.

Die Stadt Gera sagt der Plage von Schwammspinner-Raupen den Kampf an. Am 1. Februar solle es im Ortsteil Liebschwitz eine große Aktion geben, bei der die Eier der Raupen von Bäumen abgesammelt werden, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Dafür werde um Unterstützung von freiwilligen Helfern gebeten. "An manchen Bäumen liegen bis zu 30 Eigelege mit jeweils 100 bis 1000 Eiern", erklärte Umweltamtsleiter Konrad Nickschick.

Eier der Schwammspinner-Raupen auf Tausenden Bäumen in Gera

Mindestens 170 Hektar Wald mit mehreren Tausend Bäumen seien betroffen. Ein Helfer könne leicht viele Tausend Eier sammeln und damit effektiv Raupen verhindern. "Es werden viele Hände gebraucht", so Nickschick. Die Aktion am 1. Februar soll zwischen 9 und 12 Uhr stattfinden.

Der Ortsteil Liebschwitz war im vergangenen Sommer von einer Massenvermehrung des Schwammspinners heimgesucht worden. Millionen schwarzbrauner Raupen machten sich nicht nur an Pflanzen in den Gärten und im Wald zu schaffen, sondern krochen auch an Häuserwänden entlang.

Einsatz von Pflanzenschutzmittel gegen Plage in Gera wird geprüft

Um einen neuerlichen Befall zu verhindern, soll von April an auch ein Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Geprüft werde außerdem die Anschaffung von Industriestaubsaugern, mit denen die Raupen regelmäßig abgesaugt werden könnten, hieß es aus der Geraer Stadtverwaltung. Aber auch auf Unterstützung aus der Natur wird gehofft. Denn ein strenger Winter würde helfen, die Population der Tiere zu reduzieren.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 08. Januar 2020 | 06:00 Uhr

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