ThüringenForst Sprüheinsatz gegen Schwammspinner in Gera

Im Geraer Ortsteil Liebschwitz wird am Mittwochmorgen der Sprüheinsatz gegen den Schwammspinner fortgesetzt. BUND und NABU beklagen, dass gegen Naturschutzgesetze verstoßen wurde und bedrohte Arten Schaden nehmen könnten.

Raupe, Nahaufnahme frontal mit Muster auf dem Kopf, kleinen Augen am Kopf und vielen Haaren. Auf Blatt sitzend.
Die Raupe des Schwammspinners. Bildrechte: imago images/blickwinkel

Die Landesforstanstalt Thüringen setzt am Mittwochmorgen ihren Sprüheinsatz gegen Schwammspinner fort. Dazu wird ein Pflanzenschutzmittel vom Hubschrauber auf die Baumkronen der Eichen im Geraer Ortsteil Liebschwitz gesprüht. Insgesamt sollen 30 Hektar bearbeitet werden. Während und drei Tage nach der Aktion dürfen die behandelten Waldflächen nicht betreten werden. Pilze, Kräuter und Beeren sammeln ist für drei Wochen tabu.

Raupen 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Rund 7.500 Liter Spritzbrühe des Pflanzenschutzmittels Mimic sind nach Angaben von Thüringenforst am Dienstag auf Waldstücke bei Bilzingsleben, Heldburg und nahe der Drei Gleichen aus der Luft versprüht worden. Forstleute kontrollieren anhand von Auffangschalen, ob die versprühte Menge reicht, um die Schwammspinner-Raupen zu bekämpfen. Nach Angaben von ThüringenForst werden in den nächsten Tagen Forstleute den Boden nach verendeten Schwammspinnern und Nützlingen absuchen und die Wirkung des Insektizids bewerten.

BUND und NABU prüfen Klage

Die Umweltverbände BUND und Naturschutzbund Thüringen (NABU) wollen den Chemie-Einsatz gegen den Schwammspinner in Naturschutzgebieten weiter rechtlich prüfen lassen. Die Landesbehörde ThüringenForst hatte dafür bei den Unteren Naturschutzbehörden Ausnahmegenehmigungen beantragt und bewilligt bekommen. Dagegen hatte der NABU Widerspruch eingelegt. Nun soll das Landesverwaltungsamt prüfen, ob die Sprühaktion rechtmäßig war. BUND und NABU beklagen, dass gegen Naturschutzgesetze verstoßen wurde und bedrohte Arten Schaden nehmen könnten. Sie wollen klären, dass sie als Verbände bei Entscheidungen in Sachen Naturschutz beteiligt werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

1 Kommentar

husar vor 29 Wochen

BUND und NABU sollten die Tierchen einsammeln und bei sich in tierisches Asyl nehmen. Da diese Damen und Herren von diesen Organisationen ausser gegen Gott und die Welt zu klagen,nichts sinnvolles zu tuen haben, hätten sie für die Rettung der Raupen jede Menge Zeit.

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