Kommunalwahl Wahlergebnis: AfD stärkste Kraft im Stadtrat Gera

In Gera sieht sich der parteilose Oberbürgermeister Julian Vonarb nach der Kommunalwahl veränderten Machtverhätnissen im Stadtrat gegenüber. Die AfD erringt dem vorläufigen Endergebnis zufolge aus dem Stand 12 Sitze und wird damit stärkste Kraft. Für die AfD stimmten in Gera bei der Kommunalwahl 28,8 Prozent der Wähler. Unter den AfD-Bewerbern, die ein Mandat gewannen, ist Dieter Laudenbach. Er war bei der Oberbürgermeisterwahl 2018 angetreten und erst in der Stichwahl dem heutigen OB Vonarb unterlegen.

CDU und Linke verlieren in Gera dagegen deutlich an Stimmen. Die CDU kommt nur noch auf 12,9 Prozent und sechs Sitze - ein Minus von 11,7 Prozentpunkten oder vier Sitzen. Die Linke, die auf 18,3 Prozent kommt, büßt 13,2 Prozentpunkte ein. Sie stellt künftig nur noch acht Stadträtinnen und Stadträte statt 13.

Ebenfalls Einbußen hinnehmen muss die SPD in Gera. Die Partei kommt nur noch auf 6,4 Prozent - ein Minus von 2,9 Prozentpunkten. Das Ergebnis reicht für drei Stadtratsmandate - bisher waren es vier.

Die Grünen gewinnen hinzu und kommen auf 6,7 Prozent und drei Sitze (plus 2,2 Prozentpunkte und einen Sitz). Die Liberalen können sich zwar um 0,3 Punkte auf 2,7 Prozent verbessern, stellen aber wie bisher nur einen Stadtrat. Die Bürgerschaft Gera muss eine Fast-Halbierung ihres Ergebnisses hinnehmen (7,6 Prozent, minus 6,3 Prozentpunkte) und stellt nur noch drei statt sechs Stadträte.

Neben der AfD gelingt es vier Parteien oder Wählervereinigungen, aus dem Stand in den Stadtrat einzuziehen: Die Partei (ein Sitz), Freie Wähler (ein Sitz), Für Gera (drei Sitze) und Liberale Allianz (ein Sitz). Die NPD muss ihre beiden Sitze abgeben (0,9 Prozent, minus 2,9 Prozentpunkte).

Bei der Wahl des Stadtrats in Gera gaben 57,0 Prozent der Wähler ihre Stimme ab - deutlich mehr als 2014, als nur 43,6 Prozent zur Wahl gingen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. Mai 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2019, 11:21 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

26 Kommentare

28.05.2019 21:52 leser 26

@andrea koch
Simone Lange, geboren in Rudolstadt, Oberbürgermeisterin von Flensburg. Und das ist nur jemand, die wegen Bundespolitik mal kurz bekannt wurde. Ansonsten ist "Wessi go home" natürlich unterirdisch billig. Aber wenn Sie schon mal dabei sind: Wollen Sie gleich noch Ramelow, Höcke und Kemmerich aus Thüringen ausweisen lassen?

28.05.2019 12:48 andrea koch 25

Ich war letztens mal wieder in Gera und ich war erschrocken, wie heruntergekommen diese wunderbare Stadt jetzt ist. Selbst das Kaufhaus ist geschlossen. Das Ehepaar mit dem oesterreichischen Spezialitaetenrestaurant am Markt haelt sich wacker trotz aller Unbilden, wofuer den Wirtsleuten Dank der Reisenden gebuehrt und es ist im Prinzip der einzige Lichtpunkt in der Geraer Innenstadt. Ein Wessi als Buergermeister wird garnichts bringen. Wann verstehen die Ossis das endlich mal, dass wir selbst anpacken muessen. Wessi go home in dein Land ! Wo ist bitte in Westdeutschland ein Ossi einer grossen Stadt Buergermeister ? - Die AfD Gera muss halt jetzt zeigen, dass sie es besser kann ! Ich bin gespannt.

Mehr aus der Region Gera - Altenburg - Zwickau

Mehr aus Thüringen