Sanierungsplan für Stadtwerke Gera will seine Wohnungen verkaufen

Die Stadt Gera plant den Verkauf ihrer Wohnungsbaugesellschaft GWB Elstertal. Oberbürgermeisterin Viola Hahn sagte am Sonnabend MDR THÜRINGEN, dass damit die Stadtwerke aus ihrer finanziellen Schieflage gerettet werden sollen. Der Stadtrat wird sich am kommenden Dienstag in einer nichtöffentlichen Sondersitzung mit einer entsprechenden Beschlussvorlage befassen. Hahn sagte, es sei vorgesehen, die Wohnungsbaugesellschaft an private Investoren zu veräußern. Die GWB gehört zu 74,9 Prozent den Stadtwerken Gera, die restlichen 25,1 Prozent der Gesellschafteranteile sind im Besitz der Stadt. Die Stadtwerke wiederum sind Eigentum der Stadt Gera.

Der GWB Elstertal gehören rund 7.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten sowie weitere Immobilien. Die Geraer Stadtverwaltung erklärte gegenüber der "Ostthüringer Zeitung", derzeit liefen "intensive Gespräche" zwischen Vertretern der Stadt, des Aufsichtsrats der Stadtwerke, des Landesverwaltungsamts und der Landespolitik über ein "tragfähiges Finanzierungskonzept für die Stadtwerke".

Die Stadtwerke Gera waren nach Angaben von Oberbürgermeisterin Hahn erst vor einem Monat ganz knapp einem Insolvenzantrag entgangen. Das Unternehmen ist unter anderem durch millionenschwere Abschreibungen auf seine Kraftwerksanlagen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Stadt hatte ihr Unternehmen deshalb schon mit Millionenzahlungen für die Verkehrsbetriebe unterstützt, obwohl sie selbst klamm ist.

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4 Kommentare

22.06.2014 11:14 Verdana 4

Es ist eine Schande Wohnungen zu verkaufen, man soll die Steuern erhöhen damit steht die Stadt besser da und braucht die Wohnungen nicht zu verkaufen. Aus sollte man die Verschwendungen im Gera Stadthaushalt beleuchten und diesen von oben nach unter umkrempeln.

22.06.2014 10:23 Sun 3

Das ist typisch: Wenn es ums Geld geht, werden Wohnungen verkauft! Soetwas sollte man verbieten: Denn dadurch nutzen die Käufer die Chance, die Mieten zu erhöhen, Geld zu machen und vielleicht auch die ärmeren Mieter zu vergraulen. Soetwas hat man ja schon öfters gehört, siehe z.B. Dresden. Da braucht nur eine " Heuschrecken - Firma" zu kommen, kassiert Millionengewinne, aber die Immobilien werden vernachlässigt. ( Zumindest ist es meine Befürchtung)