Wegen Coronavirus Matratzenhersteller Breckle startet Massenproduktion von Atemmasken

Der Matratzenhersteller Breckle in Weida (Landkreis Greiz) geht in die Massenproduktion von medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken. Am Freitag wird dazu symbolisch der Startknopf der neuen Maschinen gedrückt.

Schweißtechnik statt Nähmaschine

Die Maskenteile werden nun nicht mehr per Hand genäht, sondern mit Ultraschall-Schweißmaschinen zusammengefügt. Ab September sollen so monatlich fünf Millionen OP-Masken vom Band laufen. Diese sind inzwischen nach den Medizinproduktrichtlinien zertifiziert. Auch die zertifizierten FFP2-Masken sind mit einer Stückzahl von 600.000 pro Monat geplant. Die Masken werden bundesweit vor allem an Kliniken und Arztpraxen verkauft.

Menschen im Matratzenwerk Breckle in Weida
Ein Bild, dass bei Breckle der Vergangenheit angehört: Masken werden nicht mehr per Hand genäht. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Die Firma Breckle investiert für die neuen Schweißmaschinen nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Euro. Die Matratzenproduktion in Weida läuft dennoch weiter. Breckle hatte bereits im Februar diesen Jahres mit der Großproduktion von Masken begonnen und ab März auch Schutzanzüge genäht.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31. Juli 2020 | 07:00 Uhr

2 Kommentare

Lothar Thomas vor 1 Wochen

Das ist doch mal eine sehr gute Nachricht.

Warum müssen wir immer alles aus China herholen?

Zum Teufel mit der Schei.. Globalisierung.

Hier zeigen sich gravierende Nachteile.

Hat man doch gesehen, da werden für teures Geld in China Masken gekauft, die sich hinterher als Schrott erweisen, aber Hauptsache das Geld ist bezahlt.

Warum wurde da nicht vor Ort eine Kontrolle gemacht?

Da ging es ja auch nicht nur um ein paar Euro aus der Portokasse.

Wer zahlt diesen Mist wieder?
DER STEUERZAHLER!!!

Weil unfähige Politiker keine Ahnung haben.

Bei Breckle kann man sich darauf verlassen, dort wird mit Qualität gearbeitet.

Da wird auch mal zwischendurch überprüft.

Wir haben doch das Wissen für Technologie.

Wenn dann der Preis für die Masken auch noch bezahlbar bleibt, dann ist doch ein Erfolg schon vorprogrammiert.

Also ich kaufe lieber Einheimisch, denn da habe ich ja auch eine Garantie auf das Produkt.
In China gibt es sowas nicht.

VIEL ERFOLG ! ! !

H.E. vor 1 Wochen

Finde ich total gut, was diese Firma Breckle macht. Masken in Deutschland herstellen und Arbeitsplätze damit sichern, als Schrott sich für viel Geld aus China liefern lassen, die auch noch mit ihren Containerschiffen die Weltmeere mit ihrem Schweröl belasten. Da kann man sogar mit dem Umweltschutz richtig konsequent anfangen.
Gestern machte ich meine jährliche Zahnuntersuchung/-kontrolle an der Universitätsklinik Tübingen. Ich ging natürlich mit meiner selbst genähten Maske hin und am Eingang wurde ich aufgefordert, meine selbst genähte Maske abzuziehen und bekam eine spezielle Maske von der Klinik, die ich dann während der ganzen Behandlung tragen mußte. Wie man sieht werden Masken weiterhin benötigt!

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