Wegen Coronavirus Weidaer Matratzenhersteller produziert jetzt auch Atemmasken

Der Matratzenhersteller Breckle aus Weida hat wegen des Coronavirus einen Teil seiner Produktion auf Atemschutzmasken umgestellt. Wie Geschäftsführer Gerd Breckle der Thüringer Allgemeine sagte, erhielt die Ostthüringer Firma einen Großauftrag über 400.000 Stück.

Mann hält Mundschutz
Die Nachfrage von Atemschutzmasken ist seit dem Ausbruch des Virus in Europa stark gestiegen. Bildrechte: imago images / photothek

Für den Auftrag habe das Unternehmen außerdem eine neue Ultraschall-Maschine angeschafft. Damit würden die Schutzmasken nicht mehr genäht, sondern geschweißt. Die Masken sind jedoch nicht für den freien Handel vorgesehen. Sie werden in öffentlichen Einrichtungen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen.

Seit das Virus auch in Europa immer stärker zutage tritt, ist die Nachfrage der Masken stark gestiegen, obwohl ihre Wirksamkeit bezeifelt wird. Der Thüringer Apothekerverband hatte erst am Freitag berichtet, dass Mundschutz nicht mehr vorrätig und auch nicht lieferbar sei. Auch Desinfektionsmittel zum Auftragen auf die Haut seien so gut wie ausverkauft.

Weitere Artikel zum Coronavirus:

Quelle: MDR THÜRINGEN/ask

7 Kommentare

Querdenker vor 29 Wochen

Muss mich etwas korrigieren wegen dem Mundschutz, es gibt dazu eine Studie (siehe "aerzteblatt Grippe Chirurgische Maske schuetzt genauso gut wie teure N95 Atemschutzmaske") Der Link zur Studie ist in dem Artikel.

Allerdings gibt es bei - Chirurgischen Masken - Unterschiede was die "Schutzklasse" betrifft (siehe "krankenhaushygiene Mund Nasen Schutz").

Die OP-Maske nach der Norm "EN 14683" vom "Typ II R" würde Schutz bieten, wenn sie - eng - angelegt ist. Man muss dann aber wirklich durch die Maske atmen und nicht ständig Nebenluft ziehen. Allerdings muss man solche Masten etwa alle zwei Stunden wechseln.

Querdenker vor 29 Wochen

Zitat: „Die Masken sind jedoch nicht für den freien Handel vorgesehen. Sie werden in öffentlichen Einrichtungen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen.“

Das ist eine sehr gute Sache. Diese normalen Schutzmasken herzustellen, sollte ja nun für Deutschland auch kein Problem sein. Eigentlich hätte das auch schon etwas früher gemacht werden sollen.

Mich würde mal interessieren, ob das eine reine Eigeninitiative von dem Unternehmen war oder ob der Staat aktiv jemanden gesucht hat.

Wie viel kann die Firma in etwa pro Tag produzieren?

Gedacht sind die Masken für Leute mit ansteckenden Atemwegserkrankungen.

Für Gesunde ist der schützenden Effekt nur gering. Verhindert ggf. das man sich ins Gesicht fasst. Sollte man von einem Kranken "angespuckt" werden, landet es ja auf der Maske und man atmet es dann ein. Diese einfachen Masken filtern ja keine Viren.

Lyn vor 29 Wochen

Nachtrag.
Meine Freundin meinte heute morgen auch, die Leute sollten sich zunächst an die einfachsten Hygieneregeln halten.
Es sei ja unglaublich, wieviele sich nach dem Toilettengang nicht die Hände waschen.
Und damit hat sie Recht, das ist einfach ekelhaft. Und dann sind diese Leute wandelnde Virenschleudern.

Mehr aus der Region Gera - Zwickau - Plauen

Mehr aus Thüringen