Wolken über einer Ortschaft
Unwetter-Wolken über Stadtroda Bildrechte: News5/Schuchardt

Statistik der Versicherer Teure Unwetterschäden vor allem in Ostthüringen

Orkan Kyrill 2007, das Juni-Hochwasser 2013 - vor allem in Ostthüringen richteten Stürme, Hagel und Überschwemmungen seit 2002 teure Unwetterschäden an. Den "Spitzenplatz" belegt Gera.

Wolken über einer Ortschaft
Unwetter-Wolken über Stadtroda Bildrechte: News5/Schuchardt

Extreme Wetterereignisse haben in den vergangenen Jahren vor allem in Ostthüringen teure Schäden an Wohngebäuden angerichtet. Das geht aus einer Bilanz der deutschen Versicherer für die Jahre 2002 bis 2016 hervor. Statistisch gesehen entstand in Gera an jedem Wohnhaus in diesem Zeitraum ein Unwetter-Schaden von 5.600 Euro - das ist der Spitzenwert für Thüringen. Diese Schäden entstanden vor allem durch das Juni-Hochwasser 2013 und den Orkan Kyrill 2007.

Gera, nach dem Hochwasser der vergangenen Tage laufen die Aufräumarbeiten in vollem Gang.
Gera nach dem Hochwasser 2013 Bildrechte: IMAGO

Kreis Gotha kommt vergleichsweise gut weg

Im Altenburger Land belief sich der durchschnittliche Unwetterschaden pro Wohnhaus auf 3.600 Euro und im Kreis Greiz auf 3.200 Euro. Die geringsten Schäden durch Hagel, Starkregen, Überschwemmungen oder andere Unwetterereignisse entstanden nach der Statistik in Thüringen zwischen 2002 und 2016 im Kreis Gotha. Dort belief sich der Unwetterschaden pro Wohnhaus im Schnitt auf nur 800 Euro. Bundesweit liegt der Schnitt bei 1.600 Euro.

Zur Statistik

Die Statistik beruht auf den versicherten Schäden an Wohngebäuden und wurde von den Versicherungsunternehmen auf alle Wohngebäude des jeweiligen Kreises oder der kreisfreien Stadt hochgerechnet. In dem Wert enthalten sind also auch die Wohngebäude, die nicht durch Unwetter beschädigt wurden oder die nicht versichert waren. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft erklärte dazu, in Thüringen sei nur knapp die Hälfte der Wohngebäude gegen sämtliche Gefahren abgesichert. Während Hagel oder Sturm fast immer abgedeckt seien, fehle bei vielen Immobilien der Schutz vor Risiken wie Starkregen, Hochwasser, Erdrutsch oder Schneedruck.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten Ostthüringen | 14. September 2018 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. September 2018, 12:13 Uhr

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