Anklage wegen Körperverletzung, Waffenbesitz und Beleidigung Greizer Rechtsextremist Köckert zu Geldstrafe verurteilt

Das Landgericht Gera hat den Greizer Stadtrat David Köckert am Freitag zu einer Geldstrafe von 230 Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Mitbegründer der Thügida-Bewegung der Körperverletzung, des unerlaubten Waffenbesitzes und der unerlaubten Löschung von Dateien sowie der Beleidigung schuldig gemacht hat. Köckert hatte im Streit einen Angestellten seines Tätowierstudios in Zeulenroda attackiert und geschlagen, ihm das Mobiltelefon weggenommen und die Dateien darauf gelöscht. Das ehemalige AfD- und NPD-Mitglied hatte zudem auf einer Kundgebung Polizisten als "charakterlose Söldner" bezeichnet.

Rechtsextremist David Köckert sitzt im Landgericht Gera neben einem Anwalt.
Der Greizer Rechtsextremist David Köckert Anfang Mai im Landgericht Gera neben einem Anwalt (Archivbild). Bildrechte: MDR/Sascha Mönch

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer für Köckert eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten ohne Bewährung gefordert. Der Mitangeklagte solle eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen erhalten. Die Verteidiger plädierten für Köckert für eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen und im Falle des mutmaßlichen Mittäters auf Freispruch.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN Nachrichten | 24. Mai 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Mai 2019, 20:10 Uhr

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