Hohenleuben Vorwurf der Vergewaltigung in JVA: 35-Jähriger freigesprochen

Im Prozess um den Vergewaltigungsvorwurf im Gefängnis Hohenleuben ist der Angeklagte am Mittwoch freigesprochen worden. Das Landgericht Gera sah keine Beweise gegen den 35-Jährigen, der zugleich aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Richter folgten damit den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, die ebenfalls auf einen Freispruch plädiert hatten.

Ein Mann in Handschellen 1 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Mo 22.06.2020 19:00Uhr 01:19 min

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Kein erneuter Vorwurf der Vergewaltigung

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten zunächst vorgeworfen, im Juni 2018 einen Mitgefangenen in der Justizvollzugsanstalt im Kreis Greiz zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. Außerdem soll er laut Anklage seinen Mithäftling erpresst und so Kaffee und Tabak erbeutet haben.

Der Angeklagte hatte zum Prozessauftakt am Montag geschwiegen. Das mutmaßliche Opfer hatte im Zeugenstand seine früheren Angaben bei der Polizei relativiert und ihnen auch widersprochen. Der 33-Jährige gab zwar an, dass er sich beim Oral- und Analverkehr mit seinem Zellennachbarn nicht wohl gefühlt habe. Nach seiner Aussage erhoffte er sich aber durch den Geschlechtsverkehr Schutz vor Mitgefangenen durch den Angeklagten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 24. Juni 2020 | 16:00 Uhr

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