Thüringer Vogtland Windkraftgegner vor dem Petitionsausschuss des Landtags

Geplante Windkraftanlagen im Vogtland haben heute den Petitionsausschuss des Thüringer Landtags beschäftigt. Eine Bürgerinitiative aus dem Dreiländereck Thüringen, Sachsen und Bayern setzt sich dafür ein, dass die Region als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wird und sämtliche Windparkprojekte gestoppt werden. Die Bürgerinitiative "proVogtlandschaft" befürchtet Einbrüche im Tourismus.

Windkraftanlagen bei Buttstädt im Kreis Sömmerda.
Eine Windkraftanlage in Thüringen (Symbolbild). Bildrechte: MDR/Loréne Gensel

30 rote Kreise waren auf der Landkarte zu sehen, die die Bürgerinitiative am Donnerstag den Mitgliedern des Petitionsausschusses präsentierte. Sie markieren bereits existente oder noch geplante Windparks. Eine Gefahr vor allem für Wildkatzen, deren Verbreitungskorridore quer durch das Vogtland gehen, meinten Sprecher der Bürgerinitiative. Auch die Schwarzstörche, von denen die meisten Brutplätze im direkten Wirkkreis der Anlagen liegen, seien bedroht. Weitere Experten, die die Initiative aufbot, stellten den Sinn von Windkraftanlagen gleich ganz in Frage.

Die Stellungnahme der Initiative sei vom Datenmaterial her veraltet, entgegnete ein Sprecher des Infrastrukturministeriums. Mittlerweile sei nur noch die Hälfte der auf der Karte ausgewiesenen Fläche für Windparks vorgesehen. Ansprechpartner für Einwände sei im Übrigen nicht die Landesregierung, sondern die Regionalen Planungsgemeinschaften vor Ort. Die Petition soll nun jeweils in den zuständigen Landtagsausschüssen beraten werden, danach entscheidet wiederum der Petitionsausschuss über das weitere Verfahren.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit | 20. Juni 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2019, 19:11 Uhr

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2 Kommentare

20.06.2019 22:07 Micha 2

Hallo Halligalli (1), Sie schreiben vom Spargel-Wahnsinn. Warum genau? Und was sind Ihrer Meinung nach die Alternativen? Natürlich sollte man nicht überall planlos Windräder hinstellen. Aber ich glaube, diese Zeiten sind auch schon eine Weile vorbei. Manchmal glaube ich aber, dass der Naturschutz den Windkraftgegnern nur als Vorwand dient. Vielmehr geht es darum, die Windräder wegen irgendwelcher diffuser Ängste nicht vor der eigenen Haustür zu haben. Gleichzeitig ist es diesen Leuten aber vollkommen egal, ob anderswo wegen der Kohle oder für Uran ganze Landschaften und Dörfer umgebaggert werden. Also ist da durchaus auch Egoismus im Spiel. Ich denke Energiegewinnung ist immer mit irgendwelchen negativen Effekten verbunden. Die Frage ist aber, welche Form verursacht für die Allgemeinheit insgesamt die geringsten negativen Auswirkungen. Leider habe ich dafür auch nicht die ultimative Antwort. Man sollte aber versuchen abseits von Einzelinteressen die optimale Lösung zu finden.

20.06.2019 19:27 Halligalli 1

Ich wünsche der Bürgerinitiative viel Glück, das ihre Beschwerden u. Einwände erhört werden u. dieser „Spargel“ Wahnsinn ein Ende hat.

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