Stadtrat Kürzungspläne: Hunderte demonstrieren in Zeulenroda

Mehr als 500 Menschen sind am Mittwoch in Zeulenroda-Triebes gegen die Haushaltspläne der Stadt auf die Straße gegangen. Sie befürchten erhebliche Einschnitte für das kulturelle Leben. Der Stadtrat wollte am Abend darüber entscheiden, ob im kommenden Jahr das Jugendzentrum, das Schullandheim und die Musikschule geschlossen werden, um Kosten zu sparen. Zudem plant die Stadt, die Sportvereine weniger zu fördern.

Demonstranten halten in Zeulenroda Schilder mit den Aufschriften "kinderfreundliche Stadt?" und "Bibliotheken zahlen sich aus" nach oben
In Zeulenroda protestierten am Mittwochabend mehrere Hundert Menschen gegen die Kürzungspläne der Stadt. Bildrechte: MDR/Katja Evers

Musikschule in Zeulenroda vor dem Aus - Protest

Vor der Stadtratssitzung hatte der Deutsche Musikrat den Erhalt der Musikschule "Fritz Sporn" gefordert. Mit der geplanten Schließung würde die Kommune an jenen Wurzeln sägen, die eine ganzheitliche Menschenbildung wesentlich beförderten, hieß es in einer Presseerklärung. Aufgrund der Finanznot der Stadt stehen die freiwilligen Leistungen, zu denen auch die Musikschule gehört, auf dem Prüfstand.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 18. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2019, 19:25 Uhr

2 Kommentare

Ernst678 vor 4 Wochen

Hoffentlich schließt die Stadt nicht auch noch Flüchtlings- und Asylantenheime um Kosten zu sparen. Das wäre eine echte Katastrophe wogegen der Rest nur lächerliche Peanuts sind. Anstatt gegen Rääächts, Klimaleugner und Asylantenkritiker zu demonstrieren greift ihr die Stadtverwaltung an, gehts noch?

franco vor 4 Wochen

Das Beispiel zeigt wieder einmal den katastrophalen Zustand der Kommunalfinanzen in den meisten Gemeinden Thüringens! Die geringe Steuerkraft, die Abhängigkeit von Landeszuweisungen nach ThürFAG und die dramatische demografische Entwicklung werden gerade den ländlichen Raum vor sehr große Problem stellen! Hier muss grundsätzlich neu gedacht werden, Schlüsselzuweisungen um den Faktor Fläche erweitert werden und endlich die Digitalisierung (Verwaltung 4.0) voran gebracht werden! Auch wenn Rathäuser und Landratsämter wichtige Arbeitgeber in den Regionen sind, in anderen Bundesländern kommen Verwaltungen mit deutlich weniger Personal aus. Der Bürger möchte am Ende nur seine Anliegen wie Einwohnermeldeamt, Kfz Zulassung usw. schnell und kostengünstig erledigt haben. Abschließend stellt sich die Frage wie "Kleinstädte" um die 10.000 EW finanziell überleben sollen? Objekte wie das Waikiki oder andere "Prestiqueprojekte" müssen wohl "geopfert"!

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