Stadionumbau in Jena Fans wollen ihre Südkurve weiter verteidigen

Der geplante Umzug der Südkurve im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld sorgt für Unmut bei Fans und lokalen Politikern. Sie seien enttäuscht über die Aussagen von Innenminister Holger Poppenhäger (SPD). Ihr Engagement werde in keiner Weise berücksichtigt, sagte ein Sprecher der Bürgerinitiative Südkurve MDR THÜRINGEN.

Jenaer Fanblock
Ansage vom bisherigen Platz Bildrechte: IMAGO

In einem Schreiben hatte Poppenhäger mitgeteilt, dass die Heim-Fans nach dem Stadionumbau auf jeden Fall die Südkurve verlassen müssten. Der Minister hatte den Umzug mit entsprechenden Sicherheitsanforderungen begründet. Dazu gebe es keine Alternative. Bei seiner Begründung verwies Poppenhäger auf die tragischen Ereignisse bei der Loveparade in Duisburg und auch auf die Anschläge in Berlin. Die Sicherheit der Thüringer stelle die höchste Priorität für die Landesregierung dar.

Mario Voigt, CDU-Landtagsabgeordneter und Aufsichtsratsmitglied des FC Carl Zeiss Jena, sagte, dass er Poppenhägers Aussage nicht nachvollziehen könne. Derzeit werde gemeinsam mit einer Bürgerinitiative, der Stadt, der Polizei und einem Mediator an einer Lösung des strittigen Problems gearbeitet. Der Bundestagsabgeordnete der Linken, Ralph Lenkert, zeigte sich entsetzt über die Äußerungen Poppenhägers zur Sicherheitslage. Wer in einem Atemzug Fans, Sicherheitslage und Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt nenne, der unterstelle engagierten Fußballfans, sie wären wie Terroristen, sagte Lenkert. Er weise jeden Versuch zurück, die Fans der Südkurve Jena oder Fußballfans allgemein als Sicherheitsrisiko zu bezeichnen und damit in die Nähe von Terroristen zu rücken.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 02.02.2017 | ab 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Februar 2017, 18:29 Uhr

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11 Kommentare

05.02.2017 01:58 Paradiesvogel 11

Lächerlich! Warum lässt man nicht die paar Heinzer in ihrer Kurve? Mit dem Aufstieg wird das eh nie was!

03.02.2017 18:46 Auskenner 10

Zuerst einmal Respekt für die Kommentare der RWE-Fans. Wohltuend und nicht immer diese Häme. Aber nun zum Kern. Ehe wir das Stadion in Jena haben, geht sowieso keiner mehr zum Fußball. Was soll das mit den möglichen Zeitstrafen und der Videobeweis. Das Spiel dauert dann 2-3 Stunden. Immer wieder unterbrochen von irgendwelchen Schiedsrichterentscheidungen. Auszeit muss auch eingeführt werden, damit die Trainer noch etwas korrigieren können. Die Teilnehmerzahl bei der WM wird ständig erhöht. Ermüdend. Die alten Herren beim DFB, der UEFA und FIFA machen den Fußball kaputt. Also was brauchst da überhaupt noch eine Tribüne.