Bilanz Jena: Umsatz von Spezialglashersteller Schott gewachsen

Der Umsatz des Spezialglasherstellers Schott ist im Corona-Jahr 2020 um zwei Prozent auf 2,24 Milliarden Euro gestiegen. Zum Umsatz trug das Tochterunternehmen aus Jena mit der Herstellung von hitzebeständigem Glas bei. Das Unternehmen ist an der Produktion von Fläschchen für den Transport des Corona-Impfstoffes beteiligt.

Der Standort des Glaswerkes Schott in Jena.
Der Standort des Glaswerkes Schott in Jena. Bildrechte: Ines Hempel

Der Spezialglashersteller Schott ist auch im Corona-Jahr gewachsen. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 2,24 Milliarden Euro. Der Gewinn blieb mit 199 Millionen Euro leicht unter dem des Vorjahres. Da waren es 206 Millionen Euro. Auf der Bilanzpressekonferenz in Mainz kündigte Vorstandschef Frank Heinricht am Mittwoch Rekordinvestitionen von 350 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr an. Davon profitiert auch der Gründungsstandort Jena.

Zum Umsatz trug das Tochterunternehmen aus Jena mit der Herstellung von hitzebeständigem Glas für verschiedene Einsatzzwecke bei. Das Unternehmen ist an der Produktion von Fläschchen für den Transport von Impfstoffen beteiligt. So sind laut Schott 75 Prozent der Pharmaunternehmen, die einen Corona-Impfstoff entweder bereits herstellen oder noch erforschen, Kunden des Konzerns. Namen wurden nicht genannt. Nicht weit vom Schott-Sitz entfernt befindet sich die Zentrale des Mainzer Impfstoffherstellers Biontech.

Schott auch auch mit Umsatzrückgängen

Schott will in diesem Jahr Fläschchen für insgesamt zwei Milliarden Corona-Impfdosen produzieren. Diese Ampullen kosten nach Unternehmensangaben zwischen fünf und zehn Cent pro Stück. Auch wenn diese Produkte derzeit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, machen sie lediglich ein Drittel des Schott-Umsatzes im Pharmabereich aus.

Gute Geschäfte in der Zukunft erhofft sich der Konzern zudem von faltbaren Displays etwa für Handys und Laptops sowie von besonders robustem Deckglas ebenfalls für Smartphones. Im Bereich Medizin setzt Schott beispielsweise auf ein Produkt aus Spezialglas mit "Mininäpfchen", die für medizinische Untersuchungen mit Blut gefüllt werden können, oder auf Flaschen, die Patienten zu Hause in Spezialgeräte einsetzen und so über einen Tropf mit Medizin versorgt werden können.

Die Corona-Krise hat Schott aber als Zulieferer für die Auto- und Flugzeugindustrie auch Umsatzrückgänge beschert. Das Geschäft mit Spezialglas für die Hausgeräteindustrie dagegen habe sich nach anfänglichem Rückgang inzwischen wieder erholt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 20. Januar 2021 | 19:00 Uhr

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