Allgemeinverfügung Corona-Regeln: Das gilt in Jena

gültig bis 7. Februar

Die Kontaktbeschränkungen in Thüringen sind nochmals verschärft worden. Die Stadt Jena erließ darüber hinaus eine neue Allgemeinverfügung, die seit 13. Januar gilt.

Tische und Stühle stehen zusammengeklappt vor einem Restaurant.
In Jena gilt in weiten Teilen der Öffentlichkeit eine Maskenpflicht. (Symbolfoto) Bildrechte: imago images/Jacob Schröter

Lockdown für ganz Thüringen

Hinweis vorab: Das Thüringer Kabinett hat am 5. Januar 2021 beschlossen, den seit Mitte Dezember geltenden "harten Lockdown" zu verlängern - und zwar zunächst bis zum 31. Januar. Die neue Thüringer Corona-Verordnung trat am 10. Januar in Kraft. Sie schränkt das öffentliche Leben im Freistaat in weiten Teilen ein und schafft damit unter Umständen schärfere Regeln, als sie in den Tagen und Wochen zuvor von den einzelnen Landkreisen getroffen worden sind. Einen Überblick über die thüringenweiten Bestimmungen finden Sie hier.

Die Stadt Jena hat eine neue Allgemeinverfügung mit Corona-Regeln veröffentlicht. Sie gilt bis 7. Februar.

Ausgangsbeschränkung für öffentlichen Raum

Demnach ist das Betreten von öffentlichen Orten nur mit triftigem Grund gestattet. Dazu zählen Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen, Parkanlagen, Parkplätze und Waldgebiete im Zuständigkeitsbereich der Stadt Jena. Triftige Gründe, das trotzdem zu tun sind unter anderem:

  • Arbeitsweg
  • Versorgung von Angehörigen
  • Versorgung von Tieren
  • Einkauf des täglichen Gebrauchs
  • Besuch bei Lebenspartnern
  • Begleitung Sterbender und Beisetzung
  • Gottesdienst
  • Spaziergänge an der frischen Luft
  • Individualsport
  • der Besuch eines anderen Hausstands unter Beachtung der allgemein gültigen Höchstzahl von Personen

Weitere Corona-Regeln in Jena

In Jenas sind alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt. Ausnahmen gelten für religiöse Zusammenkünfte und Versammlungen. Hier ist allerdings durchgehend ein Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten, in geschlossenen Räumen muss pro Person eine Fläche von mindestens fünf Quadratmetern zur Verfügung stehen. An den Hochschulen finden keine Präsenzveranstaltungen statt. Innerhalb von 23 bis 5 Uhr besteht ein generelles Verkaufsverbot von Alkohol. Es gilt auch für Tankstellenbetriebe.

Umfassende Maskenpflicht in Jena

An vielen Orten ist ein Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Masken sind in Jena insbesondere zu tragen:

  • im öffentlichen Nahverkehr sowie an Haltestellen
  • bei allen öffentlichen Versammlungen
  • im öffentlichen Raum zwischen 10 und 18 Uhr innerhalb des Altstadtgrabenrings
  • auf dem Holzmarkt, dem Teichgraben und dem südlichen Löbdergraben (zwischen Holzmarkt und Roter Turm)
  • im gesamten Stadtgebiet auf Wochenmärkten
  • in geschlossenen Räumen insbesondere in Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben, medizinischen Einrichtungen, Gastronomie (auch bei Abholung), Geschäften und überdachten Bereichen von Einkaufszentren
  • in anderen geschlossenen Räumen wie der Arbeitsstätte, wenn mindestens eine weitere Person vor Ort ist, der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten und eine Fläche von mindestens zehn Quadtratmetern pro Person nicht zur Verfügung gestellt werden können

Bei Corona-Symptomen Geschäfte nicht betreten

Des Weiteren ist es Personen, die innerhalb von sieben Tagen Covid-19-Symptome gezeigt haben, in der Saalestadt untersagt, Geschäfte und Einrichtungen zu betreten. Dies gilt nicht für Menschen, die einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Jenaer, die aus einem Risikogebiet zurückkommen, müssen sich unverzüglich bei der Stadt melden, beispielsweise über dieses Formular.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. Dezember 2020 | 12:00 Uhr

15 Kommentare

Grosser Klaus vor 13 Wochen

Es ist vollkommen egal, ob die Infektionszahlen etwas zu hoch oder etwas zu niedrig angegeben werden. Es ist einerlei, ob der Tageswert oder die 7 Tages-Inzidenz angegeben wird. Ohne die gleichzeitige Nennung der Anzahl der durchgeführten Tests, der tatsächlich Erkrankten und der tatsächlich so schwer Erkrankten, dass diese im Krankenhaus behandelt werden müssen, noch einmal abgetrennt von den Zahlen der intensivpflichtigen und davon noch einmal abgetrennt die der Beatmeten. Alle anderen Zahlen sind nichts wert, wenn sie nicht im Zusammenhang betrachtet worden.

Grosser Klaus vor 13 Wochen

Die Zahlen des RKI sind allesamt für die Tonne. Wer nach wie vor von Infizierten spricht, statt richtigerweise von positiv Getesteten der hat sich schon damit disqualifiziert. Wer immer noch Neuinfektionen aufaddiert, anstatt sich um eine differenzierte Auswertung zu Bemühen, gehört von seinen Aufgaben entbunden oder sollte zurücktreten.

Grosser Klaus vor 13 Wochen

Dass der Lockdown damals bundesweit beschlossen wurde, weil man nicht wusste, wie viele Menschen intensiv medizinisch hätten betreut werden müssen und man keine italienischen Verhältnisse hier haben wollte. Damals war einfach ein ganz anderer Kenntnisstand als heute.
Aber jetzt geht es doch darum, zu schauen, wie groß die Durchseuchung ist und wie viele Intensivbetten für die sogenannten Risikopatienten nötig sind plus der geringen Anzahl derer, die es auch hart trifft, obwohl sie ansonsten gesund erscheinen. Ansonsten überstehen ja die meisten Leute, Gott sei Dank, Covid-19 recht glimpflich. Um einen erneuten Lockdown abzuwenden, sind Zahlen, die den Krankheitsverlauf berücksichtigen, einfach notwendig. Alles andere ist verantwortungslos.

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