Covid-19 Anlieferung unter Polizeischutz: Impfstart am Uni-Klinikum Jena

Am Universitätsklinikum Jena sind am Dienstag die ersten Mitarbeiter gegen Corona geimpft worden. Wie eine Klinik-Sprecherin mitteilte, war der Impfstoff am frühen Nachmittag unter Polizeischutz angeliefert worden. Er wird bei minus 80 Grad Celsius gelagert. Nach drei Stunden war der erste Impfstoff aufgetaut und die ersten zwölf Mitarbeiter der Covid- und der Intensiv-Stationen wurden geimpft.

Gesundheits- und Krankenpfleger Michael Borchardt erhält die Impfung von Oberärztin Dr. Andrea Steiner.
Gesundheits- und Krankenpfleger Michael Borchardt erhält die Impfung von Oberärztin Dr. Andrea Steiner. Bildrechte: MDR/UKJ/ Anke Schleenvoigt

Der Leiter der Klinik für Intensivmedizin, Michael Bauer, sagte, für die Beschäftigten und die schwer kranken Patienten stelle die Impfung eine zusätzliche Sicherheit dar.

Wir sehen auf unserer Station jeden Tag Menschen mit sehr schweren Krankheitsverläufen - das ist nichts, was man selbst haben möchte.

Michael Bauer Leiter der Klinik für Intensivmedizin am UKJ

Impf-Reihenfolge klar definiert

An erster Stelle bei den Impfungen stehen die Mitarbeiter, die das Robert Koch-Institut und das Land Thüringen der Kategorie B1 zugeordnet haben. Dies sind all jene, die aufgrund ihrer Tätigkeit zu den am meisten gefährdeten Mitarbeitern im Infektionsgeschehen gehören. Am UKJ sind dies unter anderem die Mitarbeiter der Zentralen Notfallaufnahme, der Intensivstationen, der Covid-Station und des Kreißsaals.

5.000 Mitarbeiter an mehreren Standorten

Mitarbeiter der Klinikumsapotheke bereiten die Impfdosen vor.
Mitarbeiter der Klinikumsapotheke bereiten die Impfdosen vor. Bildrechte: MDR/UKJ/ Anke Schleenvoigt

"Unser Ziel ist es aber, allen unseren Mitarbeitern, die jetzt schnell geimpft werden wollen, auch zeitnah eine Impfung anbieten zu können", so Otto Witte, der zum 1. Januar 2021 das Amt des Medizinischen Vorstands am UKJ übernimmt. Bei mehr als 5.000 Mitarbeitern an verschiedenen Standorten sei dies eine logistische Mammutaufgabe. Ab Mittwoch soll daher täglich geimpft werden - also auch an den Feiertagen und am Wochenende.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 29. Dezember 2020 | 19:00 Uhr

7 Kommentare

antoniushielscher vor 9 Wochen

Also bitte?! Hier wird niemand veräppelt, wenn sie nur einen Moment länger nachdenken, dann sollte Ihnen klar sein dass an diesem Sachverhalt nix falsch ist... Sollte die gewünschte Erkenntnis nicht eintreten, dann bitte einfach nochmal nachfragen :)

antoniushielscher vor 9 Wochen

Das kann auch ich und wahrscheinlich jeder andere Mensch mit einem Mindestmaß an naturwissenschaftlichem Verständnis erklären, CO2 gefriert bei -78,5 Grad Celsius, was aber nicht heißt, dass man es nicht auf niedrige Temperaturen kühlen kann und folglich mit diesem sehr kalten Trockeneis andere Substanzen bei diesen niedriegen Temperaturen halten kann. Glas je nach Typ „gefriert“ (ich weiß die Formulierung klingt hier befremdlich, aber physikalisch ist das exakt der gleiche Sachverhalt: der Übergang vom gasförmigen/flüssigen Zustand zum festen Aggregatzustand) bei 1000 bis 1600 Grad, ich denke aber jeder ist sich dessen bewusst dass Glas bei entsprechend kälterer Umgebung auch kälter sein kann, mit dem CO2 und dem Gefrierpunkt von -78,5 Grad C verhält es dich absolut analog.

martin vor 9 Wochen

Die gleiche Frage wie Herr Schmidt hatte ich mir (zugegeben bei anderen Berichten) auch schon gestellt. Einerseits wird von Temperaturen von -70 oder - 80 Grad Celsius berichtet und andererseits, dass der Transport in Behältern erfolge, die mit "Trockeneis" (festes CO2) gekühlt würden.

Ich hatte in Erinnerung, dass Trockeneis bei -55 Grad Celsius sublimiert und mir die gleiche Frage wie Herr Schmidt gestellt. Dank Wikipedia hat sich mein Rätsel gelöst: -78,4 Grad Celsius ist bei Normaldruck der Sublimationspunkt und nicht wie meine fälschliche Erinnerung -55 Grad Celsius.

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