Jena Glashersteller Schott setzt auf Handydisplays

Der Spezialglas-Hersteller Schott bleibt weiter erfolgreich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Umsatz der Aktiengesellschaft leicht auf knapp 2,1 Milliarden Euro gestiegen. Der Gewinn erreichte mit 208 Millionen Euro einen neuen Rekord, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Besonders nachgefragt waren demnach Brandschutzverglasungen und speziell gehärtete Displaygläser für Smartphones.

Neue, dünne und biegsame Glasdisplays für Smartphones
Immer dünnere und faltbare Smartphonedisplays werden bei Schott in Jena entwickelt. Bildrechte: MDR/Birgit Schindler

Hier sehen die Jenaer offenbar große Wachstumschancen und wollen vom boomenden Markt für Faltdisplays und Dünnglas profitieren. In den kommenden drei bis vier Jahren sollen insgesamt rund 300 Millionen Euro investiert werden, kündigte Schott am Mittwoch an. Im Geschäft mit dünnem Glas für faltbare Displays spiele die Musik vor allem in China, sagte Vorstandschef Frank Heinricht. "Das ist ein Thema, was uns in den kommenden Jahren noch viel mehr beschäftigen wird." Die Absatzchancen für Glas im Smartphone-Markt seien auch deswegen gestiegen, weil die Geräte mittlerweile auf der Vor- und Rückseite aus widerstandsfähigem Glas gefertigt würden.

Neue, dünne und biegsame Glasdisplays für Smartphones
Wie dünn und biegsam speziell gehärtetes Glas heutzutage sein kann zeigte die Schott AG in ihrem Showroom. Bildrechte: MDR/Birgit Schindler

Auch der Standort in Jena entwickelte sich gut, so der Vorstandsvorsitzende. In den Produktionsausbau investiert Schott innerhalb von zwei Jahren 15 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau eines neuen Multifunktionsgebäudes begonnen werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 16. Januar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2019, 20:19 Uhr

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4 Kommentare

17.01.2019 21:35 martin 4

@3 dom: Danke dafür! Entweder ist das irgendwie das an mir vorbei gegangen oder ich leide schon unter Alzheimer ....

17.01.2019 20:44 D.o.M. 3

@Martin2
Ich glaube, die genauen Zahlen wird Schott nie an die Öffentlichkeit geben, was da in den Sand gesetzt wurde. Die Halle, in der einst eine nie (zumindest in Jena) zum Laufen gekommene und wieder abgebaute Flachglasanlage stand, ist jedenfalls gigantisch. Später standen da meiner Erinnerung nach für etwa 3 Jahre u.a. an die 30 Solar-Wafersägen drin, Kaufpreis bei Fa. Meyer-Burger 700.000 EUR. Pro Stück. Die meisten davon verschrottet. Wer die Zahlen genauer im Kopf hat, mag mich berichtigen.

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