Wirtschaft Angebote zu niedrig: Jenoptik behält Militär-Sparte Vincorion

Die Jenoptik AG will sich nicht mehr von ihrer Militärtechniksparte Vincorion trennen. Der Vorstand des Unternehmens habe entschieden, den Verkaufsprozess zu stoppen, hieß es in einer Mitteilung am Freitagabend. Er begründete das damit, dass Interessenten für die Rüstungssparte zu wenig Geld geboten hätten. Künftig soll Vincorion als eigenständige Beteiligung weitergeführt werden.

Ein Anhänger mit einem Stromerzeuger für das Militär.
Produkt der Jenoptik-Militärsparte Vincorion: Anhänger mit Stromerzeuger für das Raketenabwehrsystem Patriot. Bildrechte: Torsten Pross/Jenoptik Advanced Systems GmbH

Die Militärtechniktochter mit rund 800 Mitarbeitern entwickelt unter anderem Technik für Militärhelikopter, Kampfpanzer und Flugabwehrsysteme. Jenoptik hatte den Verkauf von Vincorion im vergangenen Sommer angekündigt. Die Einnahmen sollten in das Auslandsgeschäft vor allem in Amerika und Asien gesteckt werden.

Linke hatte Verkauf des Jenoptik-Militärgeschäfts begrüßt

Die Linksfraktion im Thüringer Landtag begrüßte damals den Ausstieg aus dem Rüstungsgeschäft. Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow sagte, es sei richtig, dass Jenoptik durch den Verkauf der Militärtechnik-Sparte nicht länger ein "Rädchen im Getriebe der Rüstungsindustrie" sei.

Noch im November hatte Jenoptik-Vorstandschef Stefan Traeger von mehreren Interessenten für das Militärgeschäft gesprochen. Anfang 2020 sollte mit konkreten Verkaufsverhandlungen begonnen werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. Januar 2020 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2020, 21:35 Uhr

5 Kommentare

MDR-Team vor 5 Wochen

Klar, können Sie. Jenoptik ist ein börsennotiertes Unternehmen, Vincorion ist eine seiner Sparten. Selbst wenn diese in eine Beteiligung ausgegliedert werden sollte, fließt das Ergebnis in das Ergebnis des Konzerns ein. Siehe https://www.jenoptik.de/investoren/aktie

Elsburg vor 5 Wochen

Historisch +noch gegenwärtig beste Standortleistungen ist ja wunderbar; angesichts der Abspalungsaderlasse nach II.Weltkrieg, u.a. insbeson-dere nach Oberkochen bzw Wetzlar beweist solide Fortschritte aus Tradition. Khne diese Traditionsbin-dungen lebhaft halten, werddn auch andere Teilbereiche leiden unter Demotivation +dann ggf den ganzen Branchen-Standort töten, wie die Abriß-Birne des Dr.Helmut Kohl & Co bzgl. Standort Bleicherode mit illoyalen Verträgen, geheimnist fűr Jahrzehnte =ekelhaft, prosperierndes +Bevölkerung dazu mutwillig ins Elend zu stürzen - ohne ökonom. Notwendigkeit dafűr - ...

Elsburg vor 5 Wochen

Die Markt-Nachfrage auf zu niedrigen Preis-Niveau zeigt, daß Wettbewerber keinen echten Bedarf haben noch erwarten, damit eigenes Entwick-lungs- /Produktspektrum abrundend zu erweitern, um Mehrwert daraus zu entwickeln, was manche auch mit Synergie-Effekte heben verwechseln. Letzteres war oft vorgege-benes Hauptargument in Phasen von Übernahme-Euphorien bzw -Psychosen. tatsächlich sind sie fast nie wirklich eingetreten wie die Geschichte bewies +allgem.BWL-Literatur kund tat schon um 1960; Fusions- +Integrations-Mehraufwendungen bzw Ertragsschmälerungen durch typische Führungsmängel in ersten ca. 5J seit Kauf haben stets erwartete +theoretisch mögliche Synergien stets +z T. weit weit übertroffen. Das war also der Mehr-Preis für Größenwahn= Gigantomie, der 'kunstvoll' verschleiert wurde in tes-tierten Jahresabschlüssen.

JenoptikTochter hält techn.Marktvorsprung= feine Ertragsperle.
Beabsichtigte Marktweitung ist riskanter-mit Erlös=Ekap bezahlen statt FremdKap in Niedr-zinsphase?


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