Jena | Saalfeld Über Nacht nach Wien oder an die Ostsee - neue Bahn-Verbindung geplant

Ein Bett gibt es nicht, aber dafür die Aussicht, den neuen Tag in Österreich oder an der Ostsee beginnen zu können. Künftig führt eine neue Nachtzug-Route durch Thüringen - Jena und Saalfeld liegen auf der Strecke.

von Kathleen Bernhardt

Abteile des Liegewagens
Nachts durch Thüringen: Eine Zugverbindung nach Wien und Rostock soll im März starten. Bildrechte: MDR/dpa

Zum Kaffeetrinken mal schnell nach Linz oder Wien - eine verrückte Idee, die aber für die Ostthüringer demnächst spontan machbar ist. Denn die Deutsche Bahn wird am 8. März eine Nachtzug-Verbindung zwischen Rostock und Wien in Betrieb nehmen. Die Thüringer Stopps liegen in den frühen Morgenstunden zwischen 2 und 3 Uhr, sagte Holger Auferkamp von der Deutschen Bahn.

Die Strecke führt in Mitteldeutschland über Leipzig, Halle, Jena und Saalfeld. Über Bayern geht es dann nach Wien. 10:45 Uhr kommt der Zug am neuen Wiener Hauptbahnhof an - mitten im Zentrum der österreichischen Hauptstadt. Zurück geht es 19:15 Uhr - auch ein Kurztrip an die Ostsee nach Rostock oder eine frühe Ankunft in Leipzig oder Berlin sind so also möglich.

Intercity fährt nachts über Jena und Saalfeld nach Wien

Der Nachtzug hat keinen Schlafwagen, sondern ist ein Intercity. Der besteht aus vier Doppelstockwagen mit 300 Sitzplätzen. Da die Züge von der österreichischen Westbahn gekauft wurden, unterscheiden sie sich zu den deutschen unter anderem durch getrennte Toiletten für Männer und Frauen. Zudem gibt es Kaffee- und Snack-Automaten.

Die gesamte Strecke führt von Rostock über Berlin, Leipzig, Halle, Jena, Saalfeld, Nürnberg, Passau, Linz nach Wien. In der aktuellen Online-Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn ist die neue Strecke noch nicht eingepflegt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 24. Januar 2020 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2020, 16:21 Uhr

19 Kommentare

GEWY vor 3 Wochen

"Was hat Saalfeld, was CHEMNITZ oder Zwickau nicht hat."
Ganz einfach Landespolitiker, angefangen von MP Vogel bis heute MP Ramelow, die sich nicht von der Bahn über den Tisch ziehen lassen und vor allem sich um das ganze Bundesland kümmern (siehe IC n. Gera) und nicht nur um 2 Leuchttürme, wie in Sachsen.

Monazit vor 3 Wochen

In der Schweiz regt man sich übrigens derweil auf, dass die dortige Bahn einen Wartungsvertrag mit der DB abgeschlossen hat. Man kann doch sowas nicht in Billiglohnländer wie Deutschland auslagern.

Sydney.1990 vor 3 Wochen

Ich finde dies aber auch nicht weiter schlimm. Wenn die Züge so oder so nach Wien müssen, warum soll die Überführung ohne Fahrgäste passieren? Nichtsdestotrotz empfinde ich es als etwas merkwürdig, das man Züge kauft, welche nicht vor Ort gewartet werden.

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