Polizisten stehen neben einer Straßenbahn
In Jena wurde dieses Jahr mehrfach auf Straßenbahnen geschossen. Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger

Polizei vollstreckt Haftbefehl Schüsse auf zwei Straßenbahnen in Jena geklärt

Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der im dringenden Tatverdacht steht, im Januar auf vorbeifahrende Straßenbahnen in Jena geschossen zu haben. Die Ermittlungen zu ähnlichen Vorfällen im November laufen weiter - denn zu diesem Zeitpunkt saß der Mann bereits in Haft.

Polizisten stehen neben einer Straßenbahn
In Jena wurde dieses Jahr mehrfach auf Straßenbahnen geschossen. Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger

Ein 39-jähriger Mann steht im dringenden Tatverdacht, im Januar in Jena-Lobeda und am Volksbad auf vorbeifahrende Straßenbahnen geschossen zu haben - mit Stahlkugeln.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, vollstreckten Beamte der Landespolizeiinspektion Jena bereits Anfang November einen Haftbefehl gegen einen Jenaer. Er stehe im dringenden Tatverdacht, am 27. und 28. Januar mit einer Zwille Stahlkugeln auf vorbeifahrende Straßenbahnen geschossen zu haben. Während der Vorfälle in Jena im November saß der Mann bereits in Haft.

Wie die Polizei mitteilte, verfügt der Beschuldigte über keinen festen Wohnsitz. Er befand sich demnach bei seiner Festnahme in der Wohnung einer Bekannten. Er versuchte zu flüchten und versteckte sich in dem von der Polizei umstellten Gebäude. Der Fluchtversuch misslang. Die Beamten fanden den Mann und führten ihn dem Haftrichter vor, der Untersuchungshaft anordnete. Gegen die Bekannte wurde ein Verfahren wegen Strafvereitelung eingeleitet, da sie einem gesuchten Straftäter Unterschlupf gewährt hatte.

Suche nach Täter vom November geht weiter

"Damit befand sich der Beschuldigte zum Zeitpunkt des neuerlichen Vorfalls mit einer Straßenbahn am Abend des 11. November bereits in Haft", heißt es in einer Mitteilung der Polizei vom Mittwoch. Somit komme der Mann für diesen Vorfall als Täter nicht in Frage. Die Ermittlungen laufen weiter. Selbst ein möglicher Materialfehler an den Scheiben könne derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Auch ein Zusammenhang mit den zerstörten Straßenbahnscheiben in der Nacht zum 16. November in der Naumburger Straße sei eher unwahrscheinlich. Wie die Polizei mitteilte, stand "offenbar ein politisches Motiv bei den Tätern im Vordergrund".

Nach den Schüssen auf Straßenbahnen im November hatte die Polizei mitgeteilt, nach einem Zusammenhang zwischen den Taten zu suchen.

Durch die Schüsse im Januar entstand an den Bahnen Sachschaden von mehreren Tausend Euro. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 20. November 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. November 2019, 16:27 Uhr

1 Kommentar

ralf meier vor 2 Wochen

In einem nicht freigeschalteten Kommentar wies ich auf einen neueren Anschlag auf eine Straßenbahn in Jena hin, der unter Umständen einen linkskriminellen Hintergrund hatt. Demnach haben schwarz gekleidete und vermummte Aktivisten(?) eine Straßenbahn mit Steinwürfen angegriffen, auf der Werbung für die Bundeswehr plakatiert war.
Siehe dazu: Die Welt 17.11.2019 'Steinwürfe gegen Straßenbahn: Mehr als 10 000 Schaden' .
Ich fragte ich nach, ob es eventuell einen Zusammenhang zu den vorhergehenden Fällen geben könne und wies darauf hin, das die Linke sich vor diesem neuen Anschlag mit dem aus meiner Sicht die Bundeswehr diffamierenden und verhetzenden Antrag 'keine Werbung fürs Sterben' empört über die Werbung der Bundeswehr geäußert hatte.

Siehe zu 2: Ostthüringer Zeitung: 04.09.2019 'Jenas Straßenbahn soll nicht für die Bundeswehr werben.

Ich bitte noch einmal freundlich um die Freigabe dieser sicherlich richtlinienkonformen Rückfrage

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