Forschung Einzigartig: Uni Jena bekommt extrem empfindliches Mikroskop

Die Universität Jena erhält ein einzigartiges Spezial-Mikroskop. Es kostet nach Angaben eines Sprechers rund 3,5 Millionen Euro und ist das europaweit beste seiner Art. Das Elektronen-Mikroskop ist so stark, dass damit einzelne Atome betrachtet werden können. Übertragen heißt das, ein Sandkorn würde auf mehr als 40 Kilometer vergrößert - also ungefähr die Entfernung zwischen Jena und Erfurt.

Mikroskop ermöglicht Forschern an Universität Jena enorme Vergrößerung

Prof. Dr. Markus Rettenmayr (l.) und Dr. Martin Seyring vom Otto-Schott-Institut für Materialforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena am neuen Transmissionselektronenmikroskop TEM.
Das Mikroskop der Uni Jena ist das beste seiner Art in Europa. Bildrechte: Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die hohe Auflösung wird dadurch erreicht, dass Abbildungsfehler der magnetischen Linsen durch eine Korrekturlinse vermieden werden. Wissenschaftler untersuchen mit dem Mikroskop, wie sich flüssige Metallverbindungen verändern, wenn sie fest werden. Das Gerät wurde in Jena am Lehrstuhl für Metallische Werkstoffe der Friedrich-Schiller-Universität aufgebaut. Es ruht auf einem 20 Tonnen schweren Fundament aus Beton, damit es absolut ruhig steht.

Empfindliches Gerät der FSU Jena völlig abgeschirmt

Das Mikroskop ist durch 80 Zentimeter dicke Wände von der Außenwelt abgeschirmt und wird von einem separaten Raum aus gesteuert. Es ist so emfpindlich, dass beispielsweise Schwingungen, die durch Gespräche oder Händeklatschen ausgelöst werden, das Bild minutenlang unscharf werden lassen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 18. Juli 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2019, 15:32 Uhr

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