Zunehmende Einbußen seit März Firmenbefragung: Mehr als zehn Prozent sehen Corona als Existenz-Risiko

Schweißer arbeiten im Werk der DB Waggonbau Niesky GmbH in Niesky an einem Einseitenkastenkipper-Güterwaggon.
Corona ist ein Problem für Unternehmen - zumindest für immer mehr laut einer aktuellen Firmenbefragung. Bildrechte: dpa

Bei einer Unternehmensbefragung bezeichneten 13 Prozent der Geschäftsführer die Corona-Folgen als unmittelbare Existenzgefährdung. Dabei ergab die Umfrage des Zentrums für Digitale Transformation an der Uni Jena unter rund 400 Thüringer Unternehmen deutliche Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen: In der Industrie sprachen 18 Prozent der Geschäftsführer von einer unmittelbaren Gefährdung, aber nur drei Prozent bei Bau und Handwerk.

Die Umsatzeinbußen hätten im Verlauf der Pandemie immer weiter zugenommen: Für März sprachen 43 Prozent von Einbußen, für April 56 Prozent und für Mai 60 Prozent. Während der Krise zulegen konnten demnach 14 Prozent, wozu etwa IT-Unternehmen zählten. Spürten im März noch 42 Prozent der Unternehmen keine Auswirkungen, sei dieser Anteil bis Mai auf 26 Prozent gesunken. Die Hälfte der befragten Geschäftsführer rechnet auch für die kommenden drei Monate mit Einbußen.

Neue Geschäftsmodelle aufgrund von Corona

Die Krise lässt auch mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen bei ihren Konzepten umdenken: Sie wollen nun neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen umsetzen. Speziell im digitalen Bereich wollen sie Geld in die Hand nehmen. Das Zentrum für Digitale Transformation Thüringen will nach eigner Aussage vierteljährlich Unternehmen befragen, um ihnen Hilfe in der Krise geben zu können.

Quelle: MDR THÜRINGEN/csr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Juli 2020 | 17:00 Uhr

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