Plakat 100 Jahre Volkshochschule vor dem Volksbad Jena
VHS-Plakat vor dem Volksbad in Jena. Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger

Jubiläum in Jena 100 Jahre Volkshochschule in Thüringen

1919 wurde in Jena die erste Volkshochschule Thüringens gegründet. 100 Jahre später sind die Kurse für Erwachsene immer noch sehr beliebt. Vor der Idee Volkshochschule liegen aber auch Herausforderungen.

Plakat 100 Jahre Volkshochschule vor dem Volksbad Jena
VHS-Plakat vor dem Volksbad in Jena. Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger

Mit einem Festakt ist am Mittwoch im Jenaer Volksbad das Jubiläum 100 Jahre Volkshochschule in Thüringen gefeiert worden. Christiane Schmidt-Rose, Präsidentin Thüringer Volkshochschulverbandes, sprach von Thüringen als dem "Musterland der Vokshochschul-Idee". In der Saalestadt wurde im Februar 1919 die erste VHS gegründet. Es folgten viele weitere. Heute bieten die Volkshochschulen im Land jährlich rund 10.000 Kurse, Vorträge und Studienreisen an. Sie zählen bis zu 120.000 Teilnehmer.

Zum Volkshochschul-Jubiläum gibt es das ganze Jahr über Aktionen, Vorträge und Sonderveranstaltungen. Dazu gehört die "Lange Nacht der Volkshochschulen" am 20. September. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lobte die Volkshochschulen als wichtigen Partner bei der Integration. Als 2015 Tausende Flüchtlinge ins Land kamen, hätten die Volkshochschulen mit Sprachkursen geholfen, sagte Ramelow am Mittwoch in Jena.

Um auch für die nächsten 100 Jahre gerüstet zu sein, mahnte Festrednerin Elisabeth Meilhammer von der Universität Augsburg mehr Computertechnik, weniger Bürokratie für die Mitarbeiter und ein zeitgemäßeres Marketing an. Das Land und die Kommunen müssten dafür Sorge tragen, dass Volkshochschulkurse auch für Einkommensschwache künftig bezahlbar bleiben.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | THÜRINGEN JOURNAL | 27. Februar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2019, 20:46 Uhr

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3 Kommentare

01.03.2019 13:52 W. Merseburger 3

An @2 part,
Um mit einem anderen auch journalistisch tätigen Dichter kurz zu anworten: was sie da schreiben, ausdrücken wollen oder auch belehrend herkommen ist nur mit "ich weiß nicht was soll es bedeuten...? zu antworten. Geist ist eben manchmal geil, wollen sie aus dem Anliegen der Volkshochschulen eine neue rote Kaderschmiede im Sinne von Marx und besonders Lenin machen? Das Plakat mit dem verunstalteten Marx war keine gute Idee der offensichtlich "Linken" Macher.

01.03.2019 02:13 part 2

#1: machmal ist Geist eben geil, selbst über die Jahrhunderte und immer noch anwendbar, wobei Marx niemals den Sozialismus erfunden hat, sondern nur den Frühkapitalismus als neue Gesellschaftsform charakterisiert hat, denn vom Sozialismus konnte er wahrlich damals noch nichts wissen, so wie heute Einige von vielen Dingen nichts wissen, obwohl sie es sollten. Er ist wohl aber ein Vorreiter und Genie der Analyse von gesellschaftichen Vorgängen, die wohl auch mit zum Aufgabenbereich einer Volkshochschule gehören und die Bildung nicht nur einer elitären Kaste überlassen sollten, sondern den Wunsch des Einzelnen folgend.

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