Feuerwehr Waldbrand in Jena: Glutnester immer noch gefährlich

Die Brandgefahr in Jena-Drackendorf bleibt nach wie vor hoch. Wie die Feuerwehrleitstelle mitteilte, ist der Waldbrand nahe der Lobdeburg unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. Seit dem späten Samstagabend ist eine Brandwache von etwa 20 Feuerwehrleuten vor Ort, um Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Ein Feuerwehrsprecher sagte, er gehe davon aus, dass die Brandgefahr noch den ganzen Tag über bestehen bleibt.

Bis zum späten Abend waren alle verfügbaren Feuerwehren in Jena mit insgesamt etwa 150 Feuerwehrleuten im Einsatz, außerdem ein Hubschrauber. Die Hanglage erschwerte die Löscharbeiten. Es brannte nach Angaben der Einsatzzentrale auf einer Fläche von bis zu drei Hektar. Die Ursache des Feuers ist unklar.

Waldbrand in Jena unter Kontrolle

Gegen 18 Uhr am Samstag kam die Meldung von einem Waldbrand nahe der Lobdeburg. Alle verfügbaren Feuerwehren in Jena waren mit insgesamt 150 Leuten vor Ort. Auch ein Löschhubschrauber wurde eingesetzt.

Feuerwehrleute bei Löscharbeiten im Unterholz.
Der Notruf ging um 18.05 Uhr ein. Der Brand breitete sich rasch auf mehr als 1000 Quadratmetern aus. Bildrechte: MDR/
Feuerwehrleute bei Löscharbeiten im Unterholz.
Der Notruf ging um 18.05 Uhr ein. Der Brand breitete sich rasch auf mehr als 1000 Quadratmetern aus. Bildrechte: MDR/
Feuerwehrleute bei Löscharbeiten im Unterholz.
Die Brandstelle war nur schwer durch die Feuerwehr erreichbar, was die Löscharbeiten erschwerte. Bildrechte: Martin Wichmann
Nahe der Lobdeburg in Jena brennt ein schwer zugängliches Waldstück. Die Feuerwehr wird dabei auch von einem Hubschrauber der Thüringer Polizei unterstützt.
Der Wind trug dazu bei, dass sich das Feuer am Hang ausbreitete. Bis zum Kamm hinauf brannte es. Bildrechte: Johannes Krey
Feuerwehrmänner nach dem Ablöschen esnes Hangstückes.
Zwölf Jenaer Feuerwehren waren im Einsatz, dazu zahlreiche aus dem Umland.  Bildrechte: Johannes Krey
Helfer kümmern sich um die Wasserstrecke
Auch Hilfe aus Kahla, Stadtroda, Schöngleina, Mellingen, Apolda, Camburg und Blankenhain wurde angefordert. Bildrechte: Johannes Krey
Löschhubschrauber im Gegenlicht bei Sonnenuntergang
Und es war der erste Einsatz für den neuen Thüringer Polizeihubschrauber, der auch für die Brandbekämpfung ausgerüstet ist. Bildrechte: Johannes Krey
Verbranntes Unterholz
Denn weil das Gelände sehr schwierig ist, mussten mehrere Hundert Meter Schläuche für den Wassernachschub gelegt werden. Bildrechte: Johannes Krey
Waldbrand Jena
Am Burgaupark errichtete der Katastrophenschutz der Stadt Jena den Bereitstellungsraum für die Feuerwehren.  Bildrechte: Martin Wichmann
Spaziergänger an der Absperrung
Beobachter berichteteten der Polizei, dass die Flammen bis zu drei Meter hoch geschlagen hatten. Bildrechte: Johannes Krey
Rauchsäulen steigen aus dem verbrannten Waldboden auf.
Gegen 21.30 Uhr war das Feuer nach Angaben der Stadt  unter Kontrolle. Bildrechte: Johannes Krey
Waldbrand Jena
Allerdings flammten immer wieder Glutnester auf. Bis zum Vormittag hat eine Brandwache sie aufgespürt und gelöscht. Bildrechte: Martin Wichmann
Am Samstagnachmittag ist in Jena nahe der Lobdeburg ein Waldbrand ausgebrochen. Neben zahlreichen Feuerwehren ist auch der Polizeihubschrauber im Einsatz.
Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Am Sonntag vormittag untersuchten Experten das Gebiet bei Drackendorf und Lobeda. Bildrechte: Marcus Scheidel/MAS Bildagentur
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. Juni 2019 | 11:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. Juni 2019 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2019, 12:52 Uhr

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7 Kommentare

18.06.2019 16:23 Querdenker 7

siehe „otz Jenaer Feuerwehrleute bei Waldbrand am Limit“

Zitat: „Zum Glück kam es dabei nicht zu einem Wipfelbrand, der sich noch wesentlich schneller hätte fortpflanzen können als Feuer am Boden.“

Auch deswegen ist eine rechtzeitige effektive Brandbekämpfung aus der Luft so wichtig. Der Hubschrauber kann durch die Wärmebildkamera Hitzeherde erkennen und für Kühlung von oben sorgen. Wenn es zu einem Kronenbrand kommt, dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen (siehe „pnn Feuersturm wie ein Schnellzug“).

Brandbekämpfung aus der Luft ist beim Waldbrand kein „Luxus“, sondern ein wichtiges Werkzeug. Es schützt die Einsatzkräfte, bringt Wasser in ggf. unwegsames Gelände und verhindert Schlimmeres.

16.06.2019 20:07 Querdenker 6

@Mediator 5

Sowohl die Bundeswehr als auch die Bundesländer müssen ihre Hausaufgaben machen.

Vom Fliegerhorst Holzdorf bis zum letzten *weit entferntesten* Zipfel von Thüringen sind es etwa 250 km. Die Marschgeschwindigkeit von einem Bundeswehrhubschrauber Sikorsky CH-53 liegt bei mindesten 215 km/h. Innerhalb von 2 Stunden haben die nach Anforderung durch die Feuerwehr vor Ort zu sein. Mir völlig egal wie die das machen.

Große Waldbrände sind mit den kleinen Mehrzweckhubschraubern nicht effektiv zu bekämpfen.

Zitat: „Auch die Hubschrauber des Bundes stehen nicht einfach so herum und sind in ein Logistiksystem eingebunden.“

Klar, die stehen in der Werkstatt herum. Marode Bundeswehr.

siehe „augsburger-allgemeine Landesfeuerwehrverband: Bayern ist gut auf Waldbrände vorbereitet“

Zitat: „Von 72 dieser Hubschrauber im Besitz der Bundeswehr seien nur noch etwa 15 flugfähig, schätzte er. Davon wiederum sei ein Teil im Ausland stationiert.“

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