Das architektonische Konzept des neuen Hightech-Standorts von ZEISS
Modell des Campus: Zeiss hofft, dass sich das neue Gebäude nicht nur optisch in die Stadt einfügt, sondern dass die Jenenser es auch annehmen. Bildrechte: Carl Zeiss AG

Technologie-Campus Jena prüft Gleisverbindung zu neuem Zeiss-Standort

300 Millionen Euro investiert der Technologie-Konzern Zeiss für seinen neuen Campus in Jena. 2019 ist das große Abrissjahr - gegenwärtig laufen die Bauvorbereitungen. Auch über eine direkte Verbindung zum Westbahnhof wird nachgedacht.

Das architektonische Konzept des neuen Hightech-Standorts von ZEISS
Modell des Campus: Zeiss hofft, dass sich das neue Gebäude nicht nur optisch in die Stadt einfügt, sondern dass die Jenenser es auch annehmen. Bildrechte: Carl Zeiss AG

Die Stadt Jena prüft gegenwärtig eine direkte Gleisverbindung zum neuen Zeiss-Campus. Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) sagte, es sei eine Idee, ein Gleis vom Westbahnhof zum Gelände zu ziehen. So werde vermieden, dass Hunderte Lkw-Ladungen Schutt durch die Stadt fahren müssen. Ob und wie schnell das machbar ist, sei jedoch noch unklar. Die Stadt müsste das Projekt gemeinsam mit der Deutschen Bahn stemmen.

Großinvestition von Zeiss

Die Vorbereitungen für den Bau des neuen Zeiss-Standortes in Jena laufen mit Hochdruck. Der Konzern kaufte für seinen geplanten Hochtechnologie-Campus eine acht Hektar große Fläche von Schott - samt der darauf stehenden Gebäude und Werkhallen. Zeiss will im 300 Millionen Euro teuren Technologiekomplex die Jenaer Geschäftsbereiche Medizintechnik, Mikroskopie und Halbleitertechnik zusammenführen. 2023 soll der neue futuristisch anmutende Hochtechnologiekomplex für rund 2.500 Zeiss-Beschäftigte stehen.

Das architektonische Konzept des neuen Hightech-Standorts von ZEISS
So soll es 2023 auf dem Gelände einmal aussehen. Bildrechte: Carl Zeiss AG

Noch 2019 steht der Abriss alter Werkhallen und mehrerer Gebäude auf dem Gelände an, die bis vor kurzem vermietet waren. Oberbürgermeister Nitzsche sagte, es sei nicht leicht, bis 2023 im Jenaer Südviertel neue Straßen, einen Radweg und Parkplätze anzulegen. Ist alles fertig, würden mit Zeiss und Schott schließlich 3.000 Menschen auf dem Gelände arbeiten. "Die müssen auch irgendwie hinkommen", sagte er.

Auf dem Industriegelände an der Schott-Straße bleiben lediglich zwei ehemalige, denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude stehen. Zeiss-Vorstandschef Michael Kaschke sagte, sie würden momentan entkernt und dann saniert. Temporär würden dort unter anderem Büros für die Bauleitung und die Projektteams unterkommen. "Momentan läuft noch alles unter dem Thema Bauvorbereitung", so Kaschke. Er lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt und lasse sich alle zwei Wochen Bericht erstatten.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 05. Januar 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Januar 2019, 06:00 Uhr

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6 Kommentare

05.01.2019 15:36 Thüringer Original 6

Teile die Auffassung von Thüringer.

05.01.2019 13:53 Theo 5

Hat die Stadt Jena nichts gerlernt? Die Bahn ist ein Verhandlungspartner den man nicht einmal seinen Feinden wünscht. Siehe Verlängerung der Fußgängerunterführung am Bhf. Göschwitz. Da war die Rede von einem "einseitigen Vorderungsverlangen" Seitens der Bahn. Der Tunnel wird wohl in 10 Jahren gebaut und die gewünschten Gleise für Zeiss am Westbahnhof in 100 Jahren... .
Industriestandort Deutschland = Fehlanzeige!

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