Naturschutz Hornissennest ausgeräuchert - Anzeige

Am Samstagvormittag fühlte sich ein 52-jähriger Mann in Hermsdorf von Hornissen belästigt, die in einem hohlen Baum auf seinem Grundstück ein Nest gebaut hatten. Um die Tiere zu beseitigten, entzündete er um den Baum ausgelegtes Papier. Laut Polizei wollte er die Insekten damit ausräuchern.

Hornissen
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Das Feuer griff allerdings auf den Baum über. Die Nachbarn alarmierten deshalb die Feuerwehr. Als die ankam, war das Feuer jedoch schon gelöscht. Dafür hat der Hermsdorfer jetzt ein anderes Problem: Da Hornissen streng geschützt sind, erwartet den Mann ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Ihm droht vermutlich ein Bußgeld.

Hornissen In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt. Es kann dann 400 bis 700 Tiere zählen. Für den gesunden Menschen stellt ein Hornissenstich keine besondere Gefahr dar. Hornissengift ist nicht toxischer als Bienen- oder Wespengift.
Die einheimische Hornisse zählt wegen ihrer akuten Bestandsgefährdung zu den besonders geschützten Arten. Sie darf nicht getötet, und ihr Nest darf nicht zerstört werden. Die Beseitigung eines an kritischer Stelle befindlichen Nestes ist nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden möglich.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. August 2018 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. August 2018, 16:19 Uhr

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3 Kommentare

27.08.2018 18:38 O-Perler (1. V.) 3

2. @MDR: Sicherlich ist ihre Kennzeichnung des rechtswidrigen Verhaltens diverser Insektenjäger korrekt. Ich sehe das aber - nicht ganz so bierernst - aus der Sicht von Menschen, die sich im Abwehrkampf gegen vermeintlich angreifende tierische Flugobjekte berechtigt sehen, auch finale Mittel anzuwenden. Und für die ist es nun mal eine echt schwere Strafe, für ihr Tun mit bis zu 5.000, 10.000 oder gar mehr Euronen Strafzahlung, pardon, Bußgeld, bedroht zu werden. Also weiter: Uffpasse! Und wenn sogar Websites, die den Namen "anwaltsauskunft" im Namen tragen, etwas von "denn man kann sich strafbar machen..." schreibseln... Nun ja!

27.08.2018 17:26 O-Perler (1. V.) 2

Noch mal Vorsicht! Sogar das "grundlose" Erschlagen einer Wespe, und sei es eine wahrlich nicht vom Aussterben bedrohte Deutsche Wespe, ist eine Straftat, wenn es den einschlägigen Behörden zur Kenntnis gebracht wird.

MDR THÜRINGEN:
Hallo O-Perler, das Erschlagen einer Wespe ist noch keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit, die aber nur in (sehr) seltenen Fällen ein Bußgeld nach sich zieht. Nach §39 des Bundesnaturschutzgesetz ist es allgemein verboten, wild lebende Tiere - zu denen auch die Wespe gehört - zu töten. Die Höhe des Bußgeldes wird im §69 geregelt und kann max. 10.000€ (und max. 50.000€ für als besonders geschützt geltende Tiere) betragen. In Thüringen wurde bisher allerdings noch kein Bußgeld wegen einer getöteten Wespe verhängt, erklärt Petra Freytag vom Landesverwaltungsamt auf Nachfrage des Recherchenetzwerk Correctiv.org. Für das Töten von Hornissen, die zu den besonders geschützten Tieren gehört (geregelt in §44 BNaTschG) , allerdings schon.

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