50 Jahre Prager Frühling Der NVA-Aufmarsch 1968: Historische und aktuelle Fotos

Der frühere NVA-Soldat Rainer Bieligk mit Fotos seines Einsatzes 1968 beim Aufmarsch im Süden der DDR und an der Grenze zur Tschechoslowakei.
Der frühere NVA-Soldat Rainer Bieligk erzählt von seinem Einsatz 1968. Als Soldat machte er den gesamten Einsatz von Juli bis November 1968 in den Wäldern Thüringens und Sachsens mit. Heimlich schossen er und seine Kameraden damals Fotos. Auf dem Tisch ein Modell des Schützenpanzerwagens, auf dem er damals als Panzerfaustschütze Dienst tat. Bildrechte: MDR/Rainer Erices
Wegweiser in einem Wald am Hermsdorfer Kreuz in Ostthüringen.
Wegweiser in einem Wald am Hermsdorfer Kreuz in Ostthüringen: Hierher wurde Mitte 1968 gesamte 11. Motschützendivision der NVA verlegt. Mitte August kam der Einsatzbefehl: Die Truppen marschierten Richtung tschechoslowakische Grenze. Bildrechte: MDR/Rainer Erices
Soldaten der NVA 1968 beim Aufmarsch im Süden Thüringens.
Monatelang hausten die Kompanien in den Wäldern Thüringens und Sachsens. Der Alltag war öde, ein Ende nicht abzusehen. Auch Fotografieren war streng verboten, die Aufnahmen entstanden geheim. Bildrechte: Rainer Bieligk
Der frühere NVA-Soldat Rainer Bieligk mit Fotos seines Einsatzes 1968 beim Aufmarsch im Süden der DDR und an der Grenze zur Tschechoslowakei.
Der frühere NVA-Soldat Rainer Bieligk erzählt von seinem Einsatz 1968. Als Soldat machte er den gesamten Einsatz von Juli bis November 1968 in den Wäldern Thüringens und Sachsens mit. Heimlich schossen er und seine Kameraden damals Fotos. Auf dem Tisch ein Modell des Schützenpanzerwagens, auf dem er damals als Panzerfaustschütze Dienst tat. Bildrechte: MDR/Rainer Erices
Wanderweg am Hermsdorfer Kreuz mit Spuren des Einsatzes der NVA 1968.
Noch heute sind entlang der Wanderwege am Hermsdorfer Kreuz Spuren des damaligen Truppeneinsatzes zu sehen. Im Juli 1968 gruben die Soldaten Kuhlen als Verstecke für ihre Fahrzeuge. Wochenlang campierten sie hier, ohne zu wissen, was das Ziel des Einsatzes sein würde. Bildrechte: MDR/Rainer Erices
Schützenpanzerwagen der NVA 1968 in einem Wald bei Gera. Bildrechte: Rainer Bieligk
Bei den Geigeleien der Soldaten gab es immer wieder Unfälle. Die Truppen führten volle Munition mit sich. Laut Zeitzeugen starben einige Soldaten bei Schießunfällen. Bildrechte: Rainer Bieligk
Mehr als 100 Tage verbrachten die Truppen im Wald, abgeschnitten vom normalen Leben. Die Soldaten durchlebten eine harte Zeit. Duschen gab es nicht. Wäsche wurde auf Leinen zwischen Bäume gehängt. Bildrechte: Rainer Bieligk
Der Alltag der Soldaten war öde. Waffenreinigung, Nahkampfübungen, manchmal Schießen. Ansonsten waren die Soldaten mehr oder weniger sich selbst überlassen. Ihren Lagerplatz durften sie in der Regel nicht verlassen. Die meisten Soldaten vergnügten sich auf ihre Weise. Bildrechte: Rainer Bieligk
Häuser in Carlsfeld im sächsischen Erzgebirgskreis.
Häuser in Carlsfeld im sächsischen Erzgebirgskreis: In den Wäldern um den Ort hausten 1968 monatelang NVA-Soldaten. Immer wieder gelang es einigen, sich davonzustehlen, um bei den Einheimischen Bier zu kaufen. Die Bevölkerung half. Ein Tischler bei Carlsfeld warnte die Ausreißer, wenn Offiziere in der Nähe waren: Dann hängte er Bettlaken auf die Wäscheleine im Garten. Bildrechte: MDR/Rainer Erices
Augenzeuge Bernd Leistner zeigt auf die Überreste einer Brücke bei Schönheide in Sachsen, von der 1968 ein Schützenpanzer der NVA in die Mulde stürzte.
Augenzeuge Bernd Leistner zeigt auf die Überreste einer Brücke bei Schönheide in Sachsen, von der 1968 ein Schützenpanzer der NVA in die Mulde stürzte. Die gesamte Munition explodierte. Nur acht der zehn Soldaten konnten sich retten. Bildrechte: MDR/Rainer Erices
Blick von Tschechien über die Grenze nach Deutschland: Hier standen 1968 NVA-Truppen bereit, um in die Tschechoslowakei einzumarschieren.
Blick von Tschechien über die Grenze nach Deutschland: Hier standen 1968 NVA-Truppen bereit, um in die Tschechoslowakei einzumarschieren. Bildrechte: MDR/Rainer Erices
Deutsch-tschechischer Grenzübergang Potůčky/Johanngeorgenstadt (Sachsen)
Unmittelbar in der Nähe des damaligen NVA-Aufmarschgebiets befindet sich heute der deutsch-tschechische Grenzübergang Potůčky/Johanngeorgenstadt (Sachsen). An die extrem gefährliche Situation von 1968 erinnert heute nichts mehr. Bildrechte: MDR/Rainer Erices
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