Saale-Holzland-Kreis Baustart für Tunnel der B88-Umfahrung bei Rothenstein

Eine rund 41 Millionen Euro teure Ortsumfahrung soll Rothenstein im Saale-Holzland-Kreis künftig vom Durchgangsverkehr auf der Bundesstraße 88 entlasten. "Ab 2021 rollt der Verkehr über die Umleitung und bis Ende 2022 sind alle Bauarbeiten abgeschlossen", kündigte Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller (Linke) am Dienstag an.

Eine Frau und drei Männer in orange-farbenen Sicherheitsjacken stehen auf einer Baustelle vor einer Metall-Box. Die Frau dreht an einem Hebel an der kleinen Metall-Box.
Tunnelpatin Beate Weber drückte den symbolischen Startknopf. Bildrechte: MDR/Anke Preller

Anlass war der Baustart für einen Teilabschnitt der Strecke. Mit einem symbolischen Tunnelanschlag hat der Bau des 385 Meter langen Tunnels begonnen. Er ist das ingenieurtechnisch aufwendigste Teilstück der Ortsumfahrung auf der B 88. Die Vorarbeiten dauerten ein Dreivierteljahr. Vor allem der südliche Tunnelausgang hat es in sich, erklärte Stefan Saalfeld vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr: Dort kommt die Tunnelröhre spitzwinklig aus dem Berg. Für den Tunnelbau segneten Geistliche die Mineure - Beistand erhalten sie auch von Tunnelpatin Beate Weber, der Bauamtsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal.

Die Umgehungsstraße wird 2,6 Kilometer lang. Besonders das letzte Stück gilt als anspruchsvoll: Ein Tunnel, drei Brücken, Schutzeinrichtungen für Fledermäuse und mehrere Stützwände entstehen. Die Vorbereitungen für den Tunnel laufen bereits seit November 2018, wie es aus dem Verkehrsministerium hieß. Allein der Rohbau des Tunnels kostet etwa 13,3 Millionen Euro, 35 000 Kubikmeter Gestein müssen dafür freigelegt werden. Laut Keller soll sich durch die Ortsumfahrung auch die Reisezeit zwischen den Städten des Saaledreiecks und Jena verkürzen.

Eine Baustelle vor einem Tunneleingang.
Die Tunnelbaustelle der B88-Umfahrung Bildrechte: MDR/Anke Preller

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 17. September 2019 | 17:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 19:23 Uhr

1 Kommentar

Grooveman vor 4 Wochen

Prinzipiell finde ich es gut, daß in unserer Region jetzt verkehrstechnische Projekte in Angriff genommen werden, gerade um Ostthüringen wenigstens ein kleines Stück voran zu bringen. Was ich allerdings nicht verstehe, ist die unumstößliche Tatsache, daß im Vergleich zur hier ausgebauten B88 der Verkehr auf der B281 zwischen Autobahnabfahrt Triptis bis nach Saalfeld ein deutlich höheres Verkehraufkommen zu verzeichnen ist, sich aber in Sachen Ortsumgehung und Ausbau als Schnellstraße im Bereich Pößneck, Krölpa, Rockendorf bis Unterwellenborn, man denke nur an den unseeligen Bahnübergang bei Könitz, nichts tut. Besonders die verbliebenen Anwohner im Pößnecker Ortsteil Öpitz, in Krölpa und in Rockendorf sind nicht zu beneiden.
Ein katastrophaler Zustand seit Jahren, der seines gleichen sucht ! Und die Politik sitzt diesen nicht hinzunehmenden Zustand einfach aus. Versprochen wurde etwas anderes !!!

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