Gebäudemodulhersteller Cadolto in Krölpa gerettet

Ein Stempel mit der Aufschrift Insolvenz liegt auf Unterlagen.
Cadolto in Thüringen ist gerettet (Symbolfoto). Bildrechte: Colourbox

Der Gebäudemodulhersteller Cadolto in Krölpa im Saale-Orla-Kreis ist gerettet. Wie das Unternehmen mitteilt, hat eine Tochterfirma des bei Nürnberg ansässigen Unternehmens den Thüringer Standort zum 1. April übernommen. Dadurch seien die derzeit 73 Arbeitsplätze gesichert. Außerdem seien Doppelstrukturen abgebaut und Schnittstellen zwischen beiden Standorten optimiert worden, hieß es weiter. So werde bei Nürnberg geplant und in Thüringen gefertigt. Cadolto Thüringen ist spezialisiert auf so genannte Funk-Shelter, die Technik für Mobilfunkantennen beherbergen.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Cadolto Krölpa Insolvenz angemeldet. Unternehmensangaben zufolge konnte das Unternehmen bei veränderten Marktbedingungen nicht mehr profitabel arbeiten. Ein Weiterbetrieb war aber schon damals angekündigt worden. Dennoch mussten 19 Mitarbeiter entlassen werden, sieben waren altersbedingt ausgeschieden. Insolvenzverwaltung, Geschäftsführung und Betriebsrat hatten ein Initiativ-Paket erarbeitet, mit dem das Werk saniert und die Beschäftigten gehalten werden konnten.

Die Cadolto Fertiggebäude GmbH und Co. KG wurde 1890 in Cadolzburg bei Nürnberg gegründet. Die Gesellschaft ist europaweit führend in der modularen Bauweise für medizinische Gebäude und deren Vermietung. Bekannteste Bauvorhaben der Gruppe sind etwa das weltweit erste in Modulbauweise errichtete Krankenhaus - die Hochgebirgsklinik Davos und die Interims-Klinik der Charité Berlin.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 17. April 2018 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. April 2018, 11:49 Uhr

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