Saale-Orla-Kreis Vorwürfe gegen Ärztin in Schleiz nicht bestätigt

Im Zuge des jüngsten Corona-Ausbrauchs in Schleiz geriet auch eine Notärztin in die Kritik. Vorwürfe gegen sie bestätigten sich nun nicht, wie das Landratsamt mitteilte.

Wohnheim für Behinderte in Schleiz
In dem Schleizer Wohnheim kam es zu einem Corona-Ausbruch. Bildrechte: news5/MDR

Die Vorwürfe gegen eine Notärztin im Zusammenhang mit einem Corona-Ausbruch in einem Wohnheim in Schleiz haben sich laut Landratsamt nicht bestätigt. Die Ärztin habe eine korrekte Diagnose gestellt und eine adäquate Behandlung eingeleitet, teilte Amtsarzt Torsten Bossert am Freitag mit.

Der Patient sei nicht an Covid-19 erkrankt oder mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Eine Analyse habe ergeben, dass der Ausbruch aufgrund der Wohn- und Betreuungssituation kaum eher hätte bemerkt werden können, so Bossert.

Saale-Orla-Kreis kein Risikogebiet

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Fälle im Saale-Orla-Kreis lag nach drei Neuinfektionen am Freitag bei 216. Als aktiv infiziert gelten derzeit 37. Derzeit müsse nicht befürchtet werden, dass der Landkreis zum Risikogebiet erklärt wird, hieß es aus dem Landratsamt.

Der Großteil der Positivbefunde bei Heimbewohnern und Mitarbeitenden liege inzwischen sieben Tage zurück, hieß es. Damit dürften diese Fälle am Samstag aus der Statistik fallen. Die Behörde hatte mit einer Begrenzung der Besucherzahlen bei privaten Feiern auf die steigenden Infektionszahlen reagiert.

Der Saale-Orla-Kreis hatte sich mit 42 neuen Fällen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen dem bundesweiten Warnwert 50 genähert. Hintergrund ist der Corona-Ausbruch in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung in Schleiz.

Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. Oktober 2020 | 18:00 Uhr

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