Landwirtschaft Neue Technik für Pflanzenschutzmittel soll Bienen schonen

Der Thüringer Bauernverband hat am Donnerstag auf der Agrofarm in Knau (Saale-Orla-Kreis) eine neue Technologie zum Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln vorgestellt. Mit dieser können Landwirte nach Angaben des Verbands Raps- und Maisfelder mit Pestiziden besprühen, ohne Insekten wie beispielsweise Bienen zu gefährden.

Pflanzenschutzmittel Dropleg wird auf Felder gesprüht
Die Pestizide fließen durch sogenannte Strahlrohre nach unten. Das Pflanzenschutzmittel wird durch Düsen unterhalb der Blüten auf die Pflanzen gesprüht. Bienen, die den Nektar aus den Blüten trinken, kommen so nicht mit dem Pestizid in Berührung. Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

Mit der Technik namens "Dropleg" werden die Pflanzenschutzmittel unterhalb der Blüten auf die Pflanzen aufgebracht, sagte der Geschäftsführer des Düsenspezialisten Lechler GmbH, Jürgen Winter. Bienen, die den Nektar der Blüten trinken, könnten sich nicht mit den Pestiziden vergiften. Der Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes, Udo Große, forderte von der Politik, Investitionen in die Technik in Höhe von rund 8.000 Euro mit Fördergeldern zu unterstützen.

Pflanzenschutzmittel Dropleg wird auf Felder gesprüht
Vorführung in Knau: Das Dropleg-System könnte bald auch auf anderen Feldern eingesetzt werden. Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

Mehrere Vertreter von Imkervereinen begrüßten das Dropleg-System. Der Vorsitzende des Imkervereins Stadtroda, Jürgen Gräfe, hofft, dass sich die Technik in der Praxis durchsetzt. Damit könnten vor allem Wildbienen besser geschützt werden. Der Vorstand der Agrofarm Knau, Thomas Köhler, sagte, die Technologie helfe auch dabei, das Ansehen der Landwirte in der Bevölkerung zu verbessern. Die Agrofarm werde künftig das Verfahren, wo immer es geht, einsetzen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten für Ost-Thüringen | 09. Mai 2019 | 18:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Mai 2019, 20:31 Uhr

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9 Kommentare

11.05.2019 10:34 Dietrich 9

„Es gibt keinen Unsinn, den man der Masse nicht durch geschickte Propaganda mundgerecht machen könnte.“

Bertrand Russell
Brit. Philosoph, Mathematiker und Literaturnobelpreisträger, 1872-1970

10.05.2019 23:22 martin 8

@7 Martin: Da haben Sie natürlich recht. Der Rapshonig stammt dann vermutlich von Wanderimker, die dann mit ihren Völkern weiter ziehen ....

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