Mödlareuth Alter Grenzverlauf in Licht getaucht - US-Außenminister kommt

Im einst geteilten Dorf Mödlareuth (Saale-Orla-Kreis) ist am Montagabend der Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit einer Lichtinstallation nachgezeichnet worden. Auf dem Außengelände des Deutsch-Deutschen Museums sollte so an die 700 Meter lange Betonmauer erinnert werden, die jahrzehntelang die Menschen in dem 80-Einwohner-Ort voneinander trennte, so die Initiatoren.

Im einst geteilten Dorf Mödlareuth ist der Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit einer Lichtinstallation nachgezeichnet worden
In Mödlareuth verlief einst die deutsch-deutsche Grenze. Am Montag wurde sie mit einer Lichtinstallation nachgezeichnet. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

9. November: Trabi-Kolonne rollt durch Mödlareuth

In der Dorfmitte wurde zudem ein Grenzübergang nachgebaut, der am Samstag - dem 9. November - symbolisch geöffnet wird. Dann soll eine Trabi-Kolonne mit rund 70 Fahrzeugen vom früheren DDR-Teil Mödlareuths in Richtung der bayerischen Stadt Hof fahren.

US-Außenminister Mike Pompeo zu Gast

Das Dorf Mödlareuth wurde wegen der Grenze durch den Ort während des Kalten Krieges "Little Berlin" genannt und galt als Symbol der deutschen Teilung. Ein Teil der Grenzanlagen blieb als Mahnmal bestehen

Im einst geteilten Dorf Mödlareuth ist der Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze mit einer Lichtinstallation nachgezeichnet worden
In den kommenden Tagen wird in Mödlareuth an die Grenzöffnung vor 30 Jahren erinnert. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Am Samstag findet im Ort eine Gedenkveranstaltung zu 30 Jahren Mauerfall statt. Anlässlich des Jahrestages der Grenzöffnung wird auch US-Außenminister Mike Pompeo in Mödlareuth erwartet. Am Donnerstag soll er unter anderem vom deutschen Außenminister Heiko Maas (SPD) empfangen werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 04. November 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. November 2019, 20:16 Uhr

3 Kommentare

Monazit vor 11 Wochen

Er würde eine Linkspartei sehen, die sich den demokratischen Spielregeln angepasst hat. Er würde ein Parlament sehen, in dem es zwar schwierige Mehrheitsverhältnisse, aber eben auch einen großen poloitischen Pluralismus gibt. Er wird Menschen sehen, die ihre Meinung frei äußern können, ohne in den Knast zu wandern. Er würde sicher auch ein paar engstirnige Menschen sehen, die außer der eigenen Meinung keine andere Tolerieren. Aber er würde viele Menschen sehen, die sich austauschen, Debatten führen und warhafte Demokraten sind.

Es ist nicht alles schlecht in Thüringen. Manches kann noch besser werden, aber vieles ist gut.

vtw vor 11 Wochen

Was wird der US-Außenminister wohl sehen, wenn er in Richtung Thüringen schaut - eine Regierung der Linken (Kommunisten). Fast wie vor 30 Jahren, heute jedoch ohne Mauer.

Guter Schwabe vor 11 Wochen

Nach 30 Jahren ein Ort mit 80 Einwohnern und 2 (zwei) Postleitzahlen und Vorwahlnummern.
Da kann man nur zur Einheit gratulieren. LOL

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