Mauerfall-Jubiläum US-Außenminister Pompeo besucht Mödlareuth

Mike Pompeo in "Little Berlin": Der US-Außenminister hat den einst geteilten Ort Mödlareuth besucht, der heute in Thüringen und Bayern liegt. Mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas sah er sich das Grenzmuseum an.

Bundesaußenminister Heiko Maas (3.l.) und Mike Pompeo, (2.l.) Außenminister der USA besuchen Mödlareuth bei Hof und laufen an den Resten einer Mauer und Panzersperren vorbei.
Mike Pompeo (zweiter von links) und Heiko Maas (rechts daneben) in Mödlareuth. Bildrechte: dpa

US-Außenminister Mike Pompeo hat am Donnerstag das ehemals geteilte Dorf Mödlareuth an der heutigen Grenze der Bundesländer Thüringen und Bayern besucht. Er wurde am Mittag von seinem deutschen Kollegen Heiko Maas in dem Ort begrüßt, der während der deutschen Teilung zur DDR und zur Bundesrepublik gehörte. US-Soldaten, die in der Region stationiert waren, gaben Mödlareuth deswegen den Spitznamen "Little Berlin".

Pompeo war einst als Soldat in der Region stationiert

Pompeo und Maas sahen sich in dem Ort das Grenzmuseum an, das an die Zeit der Teilung erinnert. Für Pompeo war es eine Reise in seine eigene Vergangenheit. Der Absolvent der Militärakademie West Point hatte von 1986 bis 1988 eine Panzereinheit kommandiert, die in Bindlach bei Bayreuth stationiert war. Die Kaserne liegt etwa 50 Kilometer südlich der damaligen innerdeutschen Grenz.

Wegen des Staatsgasts hatte es in Mödlareuth bereits seit Donnerstagmorgen Personenkontrollen gegeben. Zufahrten wurden gesperrt. Bereits seit Montag patroullierten verstärkt Beamte durch den kleinen Ort. Die Sperrungen wurden am Donnerstagnachmittag wieder aufgehoben.

Historische Luftaufnahme nach dem Mauerfall in Mödlareuth von 1994
Eine historische Luftaufnahme nach dem Mauerfall in Mödlareuth von 1994. Bildrechte: GDI-Th, Freistaat Thueringen, TLVermGeo

Nach Leipzig und Halle weitergereist

Nach seinem Besuch in Mödlareuth trug sich Pompeo in die Goldenen Bücher der Thüringer Stadt Gefell und der bayerischen Gemeinde Töpen ein. Zu diesen beiden Kommunen gehört Mödlareuth heute.

Eine weitere Station war Leipzig, wo Pompeo die Nikolaikirche besuchte. Zudem reiste Pompeo nach Halle, wo er der Opfer des Synagogen-Attentäters gedachte und mit Vertretern der jüdischen Gemeinde sprach. In Halle hatte ein schwer bewaffnerter Rechtsextremist am 9. Oktober versucht, in die Synagoge einzudringen, in der gerade ein Gottesdienst stattfand. Als ihm das misslang, tötete der Attentäter eine Passantin und einen Gast in einem Imbiss.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 07. November 2019 | 08:00 Uhr

8 Kommentare

mwh vor 49 Wochen

Die Kolonne von US-Außenminister Mike Pompeo (55) umfasst rund 40 Fahrzeuge !
Welch schädlicher (ökologischer) Fußabdruck!!!!!
Ansonsten will er ja doch nur wieder sein Fracking-Gas verkaufen und verlangt außerdem wieder mehr Geld für die USA-NATO. Wir sollten vielleicht mal auf
Emmanuel Macrons letzte Verlautbarungen lauschen. mwh

Burgfalke vor 49 Wochen

"...Insbesondere die Franzosen waren ja sehr skeptisch, was die Wiedervereinigung angeht. Das deutsche Volk wollte sie, aber ohne Wohlwollen der Siegermächte hätten wir sie nicht bekommen...."

Wie hätte man das verhintern wollen? Grenzen von beiden Seiten mit Waffengewalt wieder schließen lassen???
Das hätten sich die Deutschen nicht gefallen lassen! Die Vereinigung hätte sich so oder so nicht aufhalten lassen.

Christian2709 vor 49 Wochen

Lieber Gerd Müller. Es geht darum das der Stein von der damaligen UdSSR kam. Und zwar das Gorbatschow beschlossen hatte das die Ostblockstaaten sich selbst verwalten können oder sollen. Quasi keine Hilfe vom großen Bruder. Hätte er das nicht gemacht, hätte das Volk der DDR nie eine Chance gehabt. Und ich glaub sie reden nicht von der Wiedervereinigung sondern was viele Jahre davor geschah. Und Westberlinretter???? Für was hat die USA denn Westberlin bekommen???

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