Wechsel beschlossen Rettungsleitstelle Gera ab 2020 für Saale-Orla-Kreis zuständig

Der Saale-Orla-Kreis verabschiedet sich von der gemeinsamen Leitstelle in Saalfeld im benachbarten Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Sie ist bisher für den Rettungsdienst, den Brand- und den Katastrophenschutz in beiden Kreisen zuständig. Bald soll jedoch die Rettungsleitstelle Gera diese Aufgaben für den Saale-Orla Kreis mit übernehmen. Einen Beschluss darüber hat der Kreistag am Montag in Schleiz gefasst. Dazu plant der Kreis, dem Rettungszweckverband Ostthüringen beizutreten und einen Vertrag mit der Stadt Gera zu schließen. Vorgesehen ist der Wechsel zum 1. Juli 2020. Der bisherige Vertrag mit dem Kreis Saalfeld-Rudolstadt, demzufolge die Leitstelle in Saalfeld mitgenutzt wird, soll möglichst einvernehmlich aufgelöst werden.

Statt 13 nur noch vier Leitstellen in Thüringen

Rettungswagen mit Blaulicht
Für die Koordinierung des Rettungsdienstes im Saale-Orla-Kreis soll künftig die Leitstelle in Gera zuständig sein (Symbolfoto). Bildrechte: imago/Agentur 54 Grad

Der Wechsel hat vor allem Kostengründe: Für den Saale-Orla-Kreis ist es in Zukunft günstiger, wenn die Rettungsleitstelle in Gera die Aufgaben übernimmt. Hintergrund: Die Leitstelle in Saalfeld muss dringend modernisiert werden, bräuchte eigentlich einen Neubau. Die Leitstelle in Gera muss zwar auch vergrößert und erneuert werden. Außerdem sollen drei weitere Mitarbeiter hinzukommen, um den Saale-Orla-Kreis mitbetreuen zu können. Trotzdem soll der Wechsel nach Gera den Haushalt des Saale-Orla-Kreises entlasten.

Neben den zu erwartenden geringeren Kosten sprächen auch "perspektivisch strategische Gründe" für den Beitritt zum Rettungszweckverband Ostthüringen, heißt es im Beschluss. In Thüringen soll es künftig statt 13 nur noch vier Rettungsleitstellen geben. Ein Gutachten des Thüringer Innenministeriums hatte ergeben, dass die Leitstellen erst wirtschaftlich arbeiten können, wenn sie mindestens 350.000 Einwohner versorgen. Für Ostthüringen ist daher ein Leitstellenverbund mit den Städten Jena und Gera im Gespräch. Zusammen mit dem Saale-Orla-Kreis würde dieser Verbund ein Gebiet mit 800.000 Einwohnern umfassen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten für Ostthüringen | 11. Dezember 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Dezember 2018, 10:54 Uhr

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3 Kommentare

12.12.2018 15:17 Heiko 3

Hallo, ist ja alles schön und gut, bis wieder einmal eine Grosswetterlage eintrifft. Da waren die Leitstellen jetzt schon überlastet . Na dann erst noch. MfG

11.12.2018 18:25 Thüringer Original 2

Verstehe ich das richtig, dass der Kreis SOK noch nicht weiß, ob er bis Anfang 2020 aus dem Vertrag mit SaRu raus kommt? #facepalm

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