Thomas Fügmann (CDU), Landrat des Saale-Orla-Kreises, wurde am 14.01.2018 wiedergewählt.
Thomas Fügmann Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

Saale-Orla-Kreis Amtsinhaber gewinnt Landratswahl

Nur rund ein Drittel aller Wahlberechtigten haben sich am Sonntag bei der Landratswahl im Saale-Orla-Kreis beteiligt. Sie gaben mehrheitlich ihre Stimme für Amtsinhaber Thomas Fügmann von der CDU.

Thomas Fügmann (CDU), Landrat des Saale-Orla-Kreises, wurde am 14.01.2018 wiedergewählt.
Thomas Fügmann Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt


Der CDU-Politiker Thomas Fügmann ist am Sonntag als Landrat im Saale-Orla-Kreis wiedergewählt worden. Der 63-jährige Politiker kam laut vorläufigem Wahlergebnis auf 62,6 Prozent der Stimmen. Seine Herausfordererin – die frühere SPD-Landtagsabgeordnete Regine Kanis – konnte 37,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die Wahlbeteiligung fiel gering aus. Lediglich rund ein Drittel der rund 70.000 Wahlberechtigten gab seine Stimme ab.  

Reaktionen auf Wahl

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow gratulierte dem Landrat auf Twitter zu seinem Wahlsieg. Er freue sich weiterhin auf gute Zusammenarbeit. Ramelow bedankte sich auch bei der SPD-Politikerin Kanis, dass sie kandidiert hatte. Demokratie lebe vom Mitmachen. Der Thüringer CDU-Landeschef Mohring twitterte, Fügmanns Ergebnis sei ein deutlicher Wahlsieg gegenüber der rot-rot-grünen Koalition im Freistaat. CDU-Kreischef Stefan Gruhner begrüßte das Ergebnis. Fügmann sei klar und deutlich als Landrat im Amt bestätigt worden. Man verschaffe der gesamten Thüringer Union damit im wichtigen Kommunalwahljahr 2018 klaren Rückenwind.

Protest gegen Gebietsreform

Fügmann hatte das Amt bereits in den vergangenen sechs Jahren inne. Bestimmt wurde seine Amtszeit von der lang geplanten Gebietsreform der rot-rot-grünen Landesregierung.

Fügmann pochte auf die Selbstständigkeit des Kreises und den Erhalt von Schleiz als Kreisstadt mit seinen rund 8.000 Einwohnern. Denn hier sitzt die Verwaltung und mit der Kreissparkasse einer der größten Arbeitgeber im Landkreis. Fügmann reichte Verfassungsklage gegen die Reform ein und rief zu Protesten vor dem Landratsamt auf. Die Gebietsreform ist inzwischen thüringenweit vom Tisch.

Kreis wählt früher

Im April sind thüringenweit Landrats- und Bürgermeisterwahlen. Dass der Saale-Orla-Kreis bereits zu Jahresbeginn gewählt hat, liegt an einer Entscheidung aus dem Jahr 2000. Damals wurde der damalige Landrat Chef des Landesverwaltungsamtes in Weimar, Neuwahlen waren nötig.

Der Landkreis Mit einer Fläche von mehr als 1.150 Quadratkilometern gehört der Saale-Orla-Kreis zu den größten in Thüringen. Seine Einwohnerzahl ist mit rund 93.000 Menschen dagegen gering. Geprägt ist der Saale-Orla-Kreis vor allem vom ländlichen Raum und von der Autobahn 9, die den Kreis von Norden nach Süden durchschneidet. Zum Kreis gehören drei wirtschaftliche Mittelzentren: Schleiz, Pößneck und Bad Lobenstein, mehrere Naturschutzgebiete und die Saale-Kaskade mit Bleiloch- und einem Teil des Hohenwartestausees im Südosten. Der Landkreis entstand mit der Kreisreform 1994, bei der die Landkreise Lobenstein, Pößneck und Schleiz zusammengelegt wurden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 14. Januar 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2018, 22:36 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

4 Kommentare

15.01.2018 10:23 Sebastian 4

Herr Fügmann hat viel getan für unseren Landkreis. Seine Wiederwahl ist berechtigt. Die Gebietsreform hat sicherlich dazu geführt, dass viele Menschen nicht wählen gegangen sind. Die Menschen merken halt, dass R2G den ländlichen Raum vernachlässigt und von Erfurt aus durchregieren will.

15.01.2018 08:27 Liberaler 3

Fügemann hat die letzten Jahre einen guten Job gemacht, seine Wiederwahl überrascht also nicht. Die Wahlbeteiligung von knapp über 30 % ist aber ein Armutszeugnis für die Bürger im Kreis.

Mehr aus der Region Saalfeld - Pößneck - Schleiz - Eisenberg

Mehr aus Thüringen