Saalekaskade Von der Straße in den Stausee: "Schwimmbus" am Thüringer Meer geplant

Die Kommunen am Bleiloch- und am Hohenwartestausee wollen einen schwimmfähigen Autobus an Land und auf dem Wasser im Linienverkehr einsetzen. Nach Angaben des Infrastrukturministeriums fördert das Land das Konzept des Zweckverbands Tourismus und Infrastruktur Thüringer Meer mit zunächst 58.000 Euro. Die Kreise und Kommunen, die sich zu dem Zweckverband zusammengeschlossen haben, steuern weitere 7.000 Euro bei.

Rampen für Schwimmbus in Thüringen sollen geplant werden

Mit der Summe sollen zunächst Ein- und Ausfahrstellen für den Amphibienbus an beiden Stauseen geplant werden. Solche Rampen könnten am Hohenwartestausee an der Linkenmühle und in Ziegenrück entstehen. Am Bleilochstausee ist Saalburg im Gespräch, sagte Jennifer Kautz vom Zweckverband. Die Kosten für solche Rampen sind noch offen - die Investition zu kalkulieren, ist Teil des Projekts. Der schwimmfähige Bus selbst würde rund 750.000 Euro kosten. Zum Einsatz kommen würde ein geschlossenes Fahrzeug mit Dieselantrieb.

Amphibienbus in Hamburg schon im Einsatz auf Stadtrundfahrt

Ein solcher Amphibienbus verkehrt in Deutschland beispielsweise in Hamburg - allerdings nicht im Linienverkehr. Der Anbieter setzt den Schwimmbus für eine kombinierte Stadt- und Hafenrundfahrt ein. Das Fahrzeug wurde von einer ungarischen Firma auf einem Lkw-Fahrgestell gebaut. Der Dieselmotor treibt an Land die Hinterachse an; im Wasser gibt es für den Vortrieb zwei sogenannte Jetantriebe, die unabhängig voneinander arbeiten.

Ein Amphibienbus fährt über eine Rampe an Land.
Der "Hafencity Riverbus" fährt in Hamburg an Land. Bildrechte: dpa

Im Projektantrag des Zweckverbandes für eine Landesförderung ist übrigens nicht von einem Schwimmbus-Konzept die Rede. Vielmehr haben die Autoren einen Antrag zur "Erarbeitung eines Vorplanungsansatzes zur Umsetzung für den Einsatz alternativer Fortbewegungsmittel zur Sicherung der Daseinsvorsorge in der Naturparkregion Thüringer Meer" eingereicht.

Stichwort: Zweckverband "Infrastruktur und Tourismus Thüringer Meer" Im Oktober 2018 haben die Landkreise Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt gemeinsam mit 23 Gemeinden entlang der Saale einen Zweckverband gegründet, um die Stausee-Region voranzubringen. Der Verband soll den Kommunen helfen, Projekte zu steuern, private Investoren einzubinden und Förderanträge vorzubereiten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/seg

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. August 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. August 2019, 12:13 Uhr

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15 Kommentare

20.08.2019 13:24 Von Vorgestern 15

Oh ja, mit dem Ding will ich gern absaufen! Keine Chance über Bord springen, wenns kippt. Finden tut man den Bus übrigens leicht am Ende der Ölspur den sein gut gefettetes Fahrwerk im See hinterläßt. Sonstige Ölspuren gibts ja nicht, ist ja aus Umweltgründen privat nur Elektro erlaubt. Naja 750000€ für ungarische Wertarbeit+ 58000€ Förderung +7000€ kommunal für Bus die erste Rampe1. Geil! Die Knete für die mindestens nötige 2. Rampe knapsen wir schon irgend woher ab. Zum Beipiel n par Ausflugsdampfer verschrotten, wer braucht schon Schiffsfeeling, Platz und frische Luft? Im Bus ists viel schöner übern See!..Hey-ho Steilvorlage für populistische Partein, die brauchen keinen Pfennig für Wahlkapf in die Hand zu nehmen. Das läuft...

20.08.2019 13:03 R. Schneider 14

Wer kommt eigentlich auf die geniale Idee, bei einer neuen Investition in einem Naturpark ein Dieselfahrzeug einzusetzen?
Mein Vorschlag: Ein Wikingerschiff zum Selberpaddeln. Das ist umweltfreundlich, sieht viel schöner aus und zieht bestimmt mehr Touristen an als ein häßlicher, stinkender Bus!

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