Saalfeld Thüringen Kliniken: Mitarbeiter auf Coronavirus-Antikörper getestet

Wie viele Mitarbeiter haben möglicherweise unbemerkt eine Corona-Infektion durchgemacht? Dieser Frage gehen die Thüringen Kliniken in Saalfeld nach - mit Antikörper-Tests bei Reinigungskräften und dem Pflegepersonal der Onkologie.

Ein Mann benutzt ein Antikörper-Testkit
Mit Antikörper-Tests soll nachgewiesen werden, wie viele Menschen bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben. Bildrechte: imago images/MiS

Die Thüringen Kliniken in Saalfeld haben als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland ihre Mitarbeiter auf Coronavirus-Antikörper getestet.

Pressesprecher Stephan Breidt sagte, im Juni seien zuerst 45 Mitarbeiter eines beauftragten Reinigungsunternehmens getestet worden. Zum Vergleich seien anschließend auch 20 Mitarbeiter der Onkologiestation auf Sars-CoV-2-Antikörper getestet worden. In beiden Gruppen, sowohl beim Reinigungspersonal als auch beim Pflegepersonal der Onkologie, seien bei jeweils einer Person Antikörper nachgewiesen worden.

Kontakte zu Hochrisikopatienten

Mit den Tests wollte die Klinik herausfinden, wie viele Mitarbeiter möglicherweise unbemerkt und ohne Symptome eine Corona-Infektion durchgemacht haben. Ausgewählt worden seien die Reinigungsmitarbeiter, weil ihr Kontakt zu Patienten in etwa genauso hoch sei wie der der Pflegemitarbeiter. Die Mitarbeiter der Onkologie wurden getestet, weil vor allem sie Kontakt zu Hochrisikopatienten haben, sagte der Sprecher.

Die Untersuchungen würden zeigen, dass die Zahl der Mitarbeiter der Klinik, die unbemerkt eine Corona-Infektion durchgemacht haben, möglicherweise nur sehr gering ist. Die Ergebnisse zeigten außerdem, dass ein Test auf Coronavirus-Antikörper sinnvoll ist, um Hygiene-Schutzmaßnahmen zu prüfen und eine Momentaufnahme über die Infektionssituation im Krankenhaus zu erhalten. Das diene vor allem dem Schutz der Patienten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. Juli 2020 | 13:00 Uhr

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