Wirtschaft Geplante Investition von Convertflex in Saalfeld ist umstritten

Der Hersteller von Kunststoff-Folien Convertflex hat seine Pläne für den Bau einer Produktionshalle in Saalfeld bestätigt. Investor Franz Schleicher sagte am Donnerstagabend bei einer Informationsveranstaltung, die Größe der geplanten Halle zu ändern sei nicht möglich. Er wies Kritik des Naturschutzbundes Saalfeld zurück, dass die Halle die Frischluftzufuhr für die Stadt gefährde. Außerdem sagte Schleicher, es gebe keine gesundheitsgefährdenden Emissionen.

Gewerbegebiet an der Paul-Auerwald-Straße in Saalfeld
Auf diesem Areal will das Unternehmen seine Halle errichten. Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

Anwohner kritisierten bei der Veranstaltung im Stadtmuseum die Dimensionen der Halle. Sie soll 27 Meter hoch werden - auf einer Fläche von 900 Quadratmetern. Der Naturschutzbund Saalfeld hatte kritisiert, dass die Ingolstädter Firma bei der Bauvoranfrage von der Stadt begünstigt worden sei. Laut Bebauungsplan sei nur eine Höhe von maximal 15 Metern zulässig. Convertflex hatte daraufhin seine Bauvoranfrage zurückgenommen.

Nun müsse das Unternehmen ein Änderungsverfahren für den Bebauungsplan abwarten, sagte Schleicher am Donnerstag. Mit einer Baugenehmigung rechnet er im September 2020. Eigentlich wollte Convertflex mit der Produktion in Saalfeld in der zweiten Hälfte dieses Jahres beginnen.

Die Produktionshalle soll im Industriegebiet "Am Bahnbogen" neben der B281 gebaut werden. Investiert werden sollen rund 25 Millionen Euro. 35 Arbeitsplätze sind laut Convertflex geplant. Für das Unternehmen aus Ingolstadt ist Saalfeld der vierte Standort. Dort sollen Folien für Kunststoffverpackungen in der Lebensmittelindustrie hergestellt werden, zum Beispiel für Wurst und Schnittkäse.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 08. Februar 2019 | 18:35 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Februar 2019, 20:21 Uhr

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5 Kommentare

09.02.2019 21:15 Wolfgang Kleindienst 5

Wenn überhaupt gehört dieses Unternehmen in ein Industriegebiet. Meiner Meinung nach ist der Bahnbogen kein Industriegebiet, sondern ein Gewerbegebiet. Die Stadt Saalfeld sollte Rücksicht auf die angrenzenden Wohnhäuser nehmen. Wenn meine Informationen stimmen, werden auch nicht Löhne gezahlt, die zum Leben ausreichend sind.

09.02.2019 17:33 martin 4

@3 utta: Irgendwie fällt mir gerade nur Radio Jerewan ein: Im Prinzip haben Sie Recht mit Ihrer Frage.

Allerdings werden die Lebensmittel-Hygieniker noch für eine längere Zeit dafür sorgen, dass die Dinge in Plastik eingepackt werden (müssen).

SB ist halt Trumpf - ob man das mag oder nicht. Ich übrigens nicht - komme aber (hier) meist auch nicht dran vorbei - anders im Urlaub in Italien. Aber dort ist auch noch eine völlig andere Struktur der Geschäfte.

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