Duisburg: Das als «Weißer Riese» bekannte Hochhaus fällt in sich zusammen.
Der "Weiße Riese" in Duisburg fällt in sich zusammen. Bildrechte: dpa

Mit 290 Kilogramm Sprengstoff Thüringer Sprengmeister bringt Hochhaus "Weißer Riese" in Duisburg zu Fall

Duisburg: Das als «Weißer Riese» bekannte Hochhaus fällt in sich zusammen.
Der "Weiße Riese" in Duisburg fällt in sich zusammen. Bildrechte: dpa

Die Thüringer Sprenggesellschaft aus Kaulsdorf im Kreis Saalfeld-Rudolstadt hat das Wohnhochhaus "Weißer Riese" in Duisburg zu Fall gebracht. Punkt 12 Uhr am Sonntag brachte Sprengmeister Martin Hopfe 290 Kilogramm Sprengstoff zur Explosion, die den 60 Meter hohen Bau aus dem Jahr 1972 in sich zusammensacken ließen. Eine gewaltige Staubwolke hüllte die Umgebung und Nachbarhäuser ein. Übrig blieben rund 48.000 Tonnen Schutt, die in den kommenden Monaten zu Schotter gemahlen werden sollen.

2.500 Menschen hatten die Gefahrenzone zuvor verlassen müssen. Während der Sprengung hielt die Feuerwehr zahlreiche Wasserfontänen auf den Koloss, um den Staub zu binden. Das 22-Etagen-Haus mit 320 Wohnungen war seit vielen Jahren nicht mehr bewohnt. Der Abriss gehört zu einer Reihe von Maßnahmen, mit denen die Stadt Duisburg den Stadtteil Hochheide aufwerten will. Drei der sechs riegelförmigen Hochhäuser sollen abgerissen werden. Auf dem Gelände soll ein Park entstehen.

Die Wohnhochhäuser galten einst als Vorzeigeprojekt mit großzügigen, modernen Wohnungen und toller Aussicht. Doch immer mehr Bewohner verließen in den vergangenen Jahren die anonymen Wohnblocks, die zusehends verfielen. Der "Weiße Riese" ist bereits seit 2003 ungewohnt. Rund 300 Tonnen Taubenkot hatten sich in dem Gebäude angesammelt.

Quelle: dpa/MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 24. März 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. März 2019, 14:48 Uhr

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16 Kommentare

26.03.2019 12:29 D. Schmidt 16

In deutschen Großstädten herrscht Wohnungsmangel, die Mieten werden immer teurer. Aber hier lässt man ein 20-stöckiges Wohngebäude einfach vergammeln und jagt es schließlich in die Luft. Ein Hohn für alle Leute, die eine bezahlbare Wonung suchen.

Der Bau des Weißen Riesen hat damals Millionen gekostet. Wie kann man sowas nur so dermaßen herunter wirtschaften, dass am Schluss nur noch die Sprengung übrig bleibt ....

25.03.2019 18:03 Dorfbewohner 15

“Barde 14

Was ist an Sprengungen umweltfreundlich? Bagger täten es auch.”

Wie, einen Monsterbagger zum Abriss von Gebäude von über 60m Höhe?
(Sie sollten sich bei der Oberbauleitung des BER als Cheftechnologe bewerben)

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