Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Abwärme aus Stahlwerk Unterwellenborn soll Haushalte heizen

Das Stahlwerk Thüringen in Unterwellenborn könnte künftig Fernwärme zum Heizen im Städtedreieck Saalfeld, Rudolstadt und Bad Blankenburg bereitstellen. Für das Vorhaben wurde am Donnerstag eine Machbarkeitsstudie gestartet.

Vom Hochofen in die Haushalte: Abwärme aus dem Stahlwerk in Unterwellenborn könnte künftig tausende Wohnungen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt heizen helfen.

Das Unternehmen, die landeseigene Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) und die TWS Thüringer Wärme Service GmbH starten dazu eine Machbarkeitsstudie, wie sie am Donnerstag mitteilten. Die Studie soll ermitteln, wie die Abwärme möglichst bezahlbar und technisch sinnvoll in die Fernwärmenetzte eingespeist werden kann. Das Werk stellt nach eigenen Angaben jährlich 900.000 Tonnen Stahl her. Dafür wird nicht nur viel Energie verbraucht, es entsteht auch viel Wärme. Produktionsleiter Frank Wagner sagte, das Stahlwerk suche seit einiger Zeit nach Lösungen, um diese Abwärme bezahlbar zu nutzen. Ergebnisse der Studie sollen im Laufe des Jahres 2019 vorliegen.

Die Nutzung von Abwärme aus der Stahlproduktion, aber auch aus der Keramik-, Glas- und Papierindustrie ermöglicht laut der Energie- und Greentech-Agentur Einsparungen im großen Stil. Im zwei Millionen Einwohner zählenden Thüringen könnten demnach rund 500.000 Haushalte damit versorgt werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN, dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. Dezember 2018 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2018, 15:00 Uhr

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3 Kommentare

14.12.2018 16:35 Lyn 3

Prima Idee.
Bestimmt nicht ganz einfach und sicher erst mal teuer.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Investition sich lohnt.

13.12.2018 22:08 Hagen Kater 2

Die Maxhütte besteht seit 1872 am Standort Unterwellenborn ...

Zur Fernwärmenutzung bedarf es aber schon ein wenig mehr als ein paar Rohre zu verlegen. Zumal verschiedene Interessenträger - Stahlwerksbetreiber, Kommune, Hausverwaltungen, Hausbesitzer/Mieter - unter einen Hut zu bringen sind. Und DANN muss das ganze auch noch wirtschaftlich sinnvoller sein als die bisherigen Heizmethoden.

Freilich kann man sich immer hinstellen und sagen: "Warum erst jetzt?" Nur im Nachhinein ist man immer schlauer, vor allem als Zuschauer.

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