Kreis Saalfeld-Rudolstadt Wasserstoff-Brennstoffzellenzug erfolgreich getestet

Der weltweit erste Wasserstoff-Brennstoffzellenzug ist am Montagnachmittag erfolgreich in Thüringen erprobt worden. Die 25 Kilometer lange Strecke zwischen Rottenbach und Katzhütte (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ist einer Studie der Bauhaus-Universität Weimar zufolge am besten für den Betrieb des klimafreundlichen Zuges in Thüringen geeignet.

Er ist leise, meistert Steigungen und fährt genauso schnell wie herkömmliche Dieselzüge - allerdings ohne Abgase. Auf der Strecke der Oberweißbacher Bergbahn könnte der Wasserstoff-Brennstoffzellenzug dazu noch zum Touristenmagnet werden - und die Fahrgastzahlen von 128.000 pro Jahr noch steigern. Auch der Platz für eine Wasserstofftankstelle am Bahnhof Rottenbach sei vorhanden, so die Forscher. Die Energie für den Wasserstoff soll mithilfe von Windrädern in der Region hergestellt werden.
Die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund bekräftigte hat auf dem Bahnhof in Rottenbach noch einmal, dass der Zug zum Fahrplanwechsel 2021 auf der Strecke der Schwarzatalbahn rollen soll. Die Gesamtkosten für zwei Züge plus der notwendigen Infrastruktur liegen laut Umweltministerium bei rund 20 Millionen Euro. Die Hälfte der Kosten könnte aus EU-Fördermitteln fließen, der Rest sei Eigenanteil der Deutschen Bahn AG. Mit der Bahn will man sich deshalb zu Gesprächen treffen, so die Umweltministerin.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 04. Februar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Februar 2019, 20:35 Uhr

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2 Kommentare

06.02.2019 11:46 Petrolist 2

@1) Und wer soll das bezahlen? Vielleicht wäre es sinnvoll, einfach erst einmal unsere stillgelegten Strecken zu "reanimieren".

04.02.2019 23:32 Umweltbelastung 1

Sehr schön gedacht, mit dem Wasserstoff- Brennstoffzellenzug für die zu kurze Strecke von Rottenbach nach Katzhütte. Leider wird auch hier der Tourismuserfolg ausbleiben. Hier muss doch der Anschluss der Bergbahn von Cursdorf bis Neuhaus am Rennweg circa 10 Km erfolgen zu den dortigen Bahnanschluss nach Sonneberg und Oberfranken. Was nützt der Brennstoffzug, wenn er weiter nach veralteten Methoden wie vor 1989 dort fährt und keine touristischen Verbindungen zum Rennsteig, nach Oberfranken/Bayern und damit zum Thüringer Wald besteht. Auch müsste die Bahnverbindung von Neuhaus am Rennweg über Friedrichshöhe Masserberg zum Bahnhof Rennsteig weiter nach Erfurt und nach Oberhof zur Wintersport- Arena erfolgen, um den Hotel- und Gaststättenbesitzern deren Touristen eine Chance zu geben.

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