Nach Unwetter in Ostthüringen Entgleister Regionalzug geborgen

Zwei Spezialkräne haben am Sonnabend den bei Stadtroda verunglückten Regionalzug geborgen. Der Zug war nach einem Unwetter am Freitagabend in eine Schlammlawine gefahren und entgleist. Die beiden Kräne wurden am Samstagnachmittag an der Unglücksstelle in Stellung gebracht, sagte ein Bahnsprecher. Am Abend hoben sie den Zug wieder auf die Schienen, er wurde dann in eine Werkstatt gebracht. Seit Sonntagmorgen ist die Strecke nach Angaben der Deutsche Bahn AG wieder frei.

Eine Gerölllawine an einem Hang
Eine Lawine aus Schlamm und Geröll hatte die Gleise blockiert. Bildrechte: MDR/Lisa Wennemer

Die Regionalbahn war um 19.29 Uhr zwischen Papiermühle und Stadtroda auf Geröll gefahren, das nach starkem Regen auf die Gleise gespült worden war. Der Zug entgleiste, weil er nicht rechtzeitig bremsen konnte. Sieben Insassen wurden laut Polizei und Bahn leicht verletzt. Sie hätten Schocks erlitten oder litten nach dem Unfall unter Kopf- oder Bauchschmerzen, hieß es. Der Zug war aus dem sächsischen Glauchau gekommen und nach Göttingen in Niedersachsen unterwegs.

Bei Stadtroda Schienenkräne bergen entgleiste Bahn

Gleich mit zwei Schienenkränen ist der bei Stadtroda entgleiste Regionalexpress am Samstag wieder auf die Schienen gehievt worden. Bis Sonntagabend soll die betroffene Strecke wieder eingleisig befahrbar sein.

Schienen-Kräne bergen entgleiste Regionalbahn bei Stadtroda
Mit zwei speziellen Schienenkränen hat die Deutsche Bahn am Samstag (20.05.2017) den im Zeitzgrund bei Stadtroda entgleisten Regionalexpress wieder auf die Schienen hieven lassen. Bildrechte: MDR/Daniel Schrödel
Schienen-Kräne bergen entgleiste Regionalbahn bei Stadtroda
Mit zwei speziellen Schienenkränen hat die Deutsche Bahn am Samstag (20.05.2017) den im Zeitzgrund bei Stadtroda entgleisten Regionalexpress wieder auf die Schienen hieven lassen. Bildrechte: MDR/Daniel Schrödel
Schienen-Kräne bergen entgleiste Regionalbahn bei Stadtroda
Die Spezialkräne sind in der Lage bis zu 160 Tonnen zu heben. Bildrechte: MDR/Daniel Schrödel
Schienen-Kräne bergen entgleiste Regionalbahn bei Stadtroda
Nach der Bergung des entgleisten Zuges soll die betroffene Strecke Hermsdorf-Klosterlausitz-Göschwitz bis Sonntagabend (21.05.2017) zumindest eingleisig wieder befahrbar sein. Bildrechte: MDR / Daniel Schrödel
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Starke Regenfälle hatten am Freitagabend vor allem in Ostthüringen auch Straßen überschwemmt. In einigen Ortschaften habe das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Allein im Saale-Holzland-Kreis rückte die Feuerwehr nach Angaben des Landratsamtes zu mehr als 50 Einsätzen aus. In Gräfenthal im Kreis Saalfeld-Rudolstadt wurde die Straße unterspült, sie musste gesperrt werden. In Pflanzwirbach liefen Keller voll. In einem Einkaufsmarkt im Königsee lösten sich Platten vom Dach. Die Kunden hätten den Markt rechtzeitig verlassen können, teilte die Polizei mit. In Weimar und Stadtroda kam es zu Behinderungen durch überschwemmte Fahrbahnen, umgestürzte Bäume und vom Wasser aus der Kanalisation herausgedrückte Gullydeckel. Auf Thüringer Autobahnen kam es durch Aquaplaning zu mehreren Unfällen.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 20.05.2017 | Nachrichten | 09:30 Uhr
MDR THÜRINGEN JOURNAL | 20.05.2017 | 19:00 Uhr

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